Zusammenarbeit am Rhein neu aufgestellt

Die Umweltministerinnen Ursula Heinen-Esser, Priska Hinz und Ulrike Höfken haben eine neue Vereinbarung geschlossen, die die Zusammenarbeit der drei Länder Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz für den Hochwassermeldedienst am Rhein regelt.

Für den Rheinabschnitt von der Neckarmündung bis zur niederländischen Grenze nach Emmerich erfolgt zukünftig die Berechnung und Veröffentlichung der Vorhersagen für die Rheinpegel durch die Hochwasservorhersagezentrale des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz. Die Berechnungsmodelle und Informationswege werden zwischen den Ländern abgestimmt und gemeinsam finanziert. Die neue Vereinbarung wurde notwendig, weil die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes angekündigt hat, sich aus der bisherigen Zusammenarbeit mit den Ländern zum Hochwassermeldedienst zurückzuziehen. In diesem Zusammenhang werden die Hochwasservorhersagen der Rheinzuflüsse Lahn und Sieg jetzt ausschließlich von den Hochwasservorhersagediensten der Länder Hessen und Nordrhein-Westfalen berechnet und dem Hochwasservorhersagedienst des Landes Rheinland-Pfalz für die Rheinvorhersage zur Verfügung gestellt. „Wir müssen unser ganzes Engagement dafür aufbringen, den Klimawandel auszubremsen, doch wir werden uns auch an das neue Klima anpassen müssen“, betonte Umweltministerin Hinz. „Dazu zählt auch, dass wir mit häufigen und heftigen Regenfällen und damit mit Hochwasserereignissen rechnen müssen. Eine über Ländergrenzen hinweg gut abgestimmte Hochwasservorhersage ist dabei von großer Bedeutung. Wir werden hier eng zusammenarbeiten, um schlimme Schäden so gut es geht zu vermeiden.“

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