Volker Bouffier zum 75. Jahrestag des 20. Juli 1944

Ministerpräsident Volker Bouffier hat anlässlich des 75. Jahrestags des Attentats auf Adolf Hitler der Persönlichkeiten gedacht, die beim Widerstand gegen die nationalsozialistische Schreckensherrschaft am 20. Juli 1944 ihr Leben ließen.

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Ministerpräsident Volker Bouffier
Ministerpräsident Volker Bouffier

„75 Jahre nach dem 20. Juli 1944 ist die Erinnerung an den deutschen Widerstand gegen das nationalsozialistische Terrorregime besonders wichtig“, erklärte Bouffier, der an der offiziellen Gedenkfeier zur Erinnerung an das Hitler-Attentat in Berlin teilnahm. „Wir gedenken der Männer und Frauen, die den Versuch unternommen haben, in unserem Land die Herrschaft des Verbrechens zu beseitigen. Sie haben für Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit ihr Leben geopfert.“ Der Einsatz der Frauen und Männer im Widerstand gegen ein menschenverachtendes Regime zeige, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich seien. „Das vehemente Auflehnen gegen die mörderische Diktatur bleibt ein Maßstab für kommende Generationen. Die düsterste Zeit der deutschen Geschichte darf sich keinesfalls wiederholen“, mahnte Bouffier.

Wilhelm Leuschner-Medaille für Dr. Walter Lübcke

Einer der Widerstandskämpfer um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg hatte Wurzeln in Hessen. So war der ehemalige hessische Innenminister Wilhelm Leuschner ein zentraler Akteur im Widerstand. Ihm zu Ehren ist die höchste Auszeichnung des Landes Hessen, die Wilhelm Leuschner-Medaille für hervorragende Dienste um die demokratische Gesellschaft, benannt.

In diesem Jahr wird Dr. Walter Lübcke posthum für seine Verdienste für Demokratie und Freiheit geehrt. „Der politisch motivierte Mord an Dr. Walter Lübcke zeigt, wie wichtig Zivilcourage und der Kampf gegen Hass und Hetze heute nach wie vor sind. In Erinnerung an Walter Lübckes Lebenswerk werden wir einen gleichnamigen Preis ins Leben rufen, mit dem Personen und Gruppen ausgezeichnet werden, die sich Hass und Hetz im Internet entschieden entgegenstellen“, so Bouffier.

„Die Erinnerung an die Vergangenheit wach zu halten und an die jüngeren Generationen weiterzugeben, gehört zu den Grundlagen jeder Gesellschaft. Dazu gehört in Deutschland auch die Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit. Ebenso wichtig ist die Erinnerung daran, dass es zwischen 1933 und 1945 Menschen gegeben hat, die sich in ihrer Achtung vor der Würde jedes einzelnen Menschen nicht von den Nationalsozialisten haben beirren und täuschen lassen.“

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