Veranstalter bekommen schon für Juni Wirtschaftlichkeitshilfe

Hessen ergänzt den Sonderfonds Wirtschaftlichkeitshilfe des Bundes für Kulturveranstalter aus Landesmitteln. Damit schließt die Landesregierung die Lücke, die entsteht, weil das Bundesprogramm später startet als ursprünglich erwartet. Der „Hessen-Bonus“ für den Monat Juni wird nach denselben Kriterien vergeben wie die Mittel aus dem am 1. Juli startenden Sonderfonds des Bundes: Bei Veranstaltungen mit bis zu 500 Gästen unter Pandemiebedingungen werden die Einnahmen aus den verkauften Tickets verdoppelt. Wenn die Besucherzahl sich durch die Pandemie-Auflagen auf weniger als 25 Prozent der möglichen Kapazität einer Spielstätte reduziert, werden die Einnahmen verdreifacht. Die Kompensation wird bei der Höhe der Veranstaltungskosten plus einer Organisationspauschale von zehn Prozent gedeckelt. „Der Sonderfonds Wirtschaftlichkeitshilfe des Bundes ist ein starkes Unterstützungsangebot für alle, die Kulturveranstaltungen anbieten“, erklärte Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Wir hatten in unserem Kulturpaket II ein Programm mit Liquiditätshilfen vorgesehen, um Defizite in der Gestaltung der Bundesförderung auszugleichen; durch die Erweiterung der Bundesprogramme werden sie in der geplanten Form nun nicht nötig sein. Eine gravierende Lücke allerdings wollen wir schließen: Anders als ursprünglich erwartet startet der Sonderfonds des Bundes nicht im Juni, sondern erst am 1. Juli. Viele Veranstalter wollen aber bereits jetzt wieder Theaterstücke, Konzerte, Lesungen und vieles mehr anbieten. Insbesondere sommerliche Open-Air-Angebote sind dank der gesunkenen Inzidenzzahlen auch gut möglich. All denen, die in der Hoffnung auf das Bundesprogramm Veranstaltungen geplant haben, wollen wir Verlässlichkeit geben und schließen die Lücke, die der Bund lässt.“

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