Trägerin des Elisabeth-Selbert-Preises 2021 steht fest

Der mit 10.000 Euro dotierte Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen geht in diesem Jahr an die Herzspezialistin und Gründungsdirektorin des Berliner Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin an der Charité, Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek. Sie wird damit für ihre wegweisende und herausragende Aufbauarbeit zur Etablierung der Gendermedizin in Deutschland ausgezeichnet. Die Entscheidung der Jury hat Sozialminister Kai Klose am Tag des 125. Geburtstags von Elisabeth Selbert, am 22. September 2021, bekanntgegeben. „Frau Prof. Dr. Regitz-Zagrosek hat als eine der Ersten die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Frauen und Männern bei Erkrankungen zu ihrem Forschungsthema gemacht“, sagte Klose. „Sie ist eine Pionierin der Gendermedizin. Ihre Erkenntnisse, dass Frauen und Männer unterschiedlicher medizinischer Behandlungen benötigen, sind bahnbrechend. Sie hat damit nicht nur zur Sensibilisierung der Gesellschaft beigetragen, sondern auch das Leben unzähliger Frauen und Männer gerettet.“ Werde auf die jeweiligen biologischen und psychosozialen Besonderheiten beider Geschlechter gezielter eingegangen, seien die Arzneimittelentwicklung und die Therapie effektiver und es gebe weniger Nebenwirkungen. Der Elisabeth-Selbert-Preis wird am 15. Dezember 2021 in Kassel verliehen. Es handelt sich um die 30. Verleihung des Preises, seit er 1983 von der Hessischen Landesregierung ins Leben gerufen wurde. Der Elisabeth-Selbert-Preis trägt den Namen der hessischen Juristin und Politikerin Dr. Elisabeth Selbert aus Kassel. Sie setzte 1949 bei den Verhandlungen im Parlamentarischen Rat über das Grundgesetz den Gleichberechtigungsgrundsatz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ durch. Mit dem Preis werden Frauen und Männer ausgezeichnet, die sich in hervorragender Weise mit gestalterischer Kraft für die Verwirklichung der Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Gesellschaft eingesetzt haben.

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