Team- und Schulsport ohne Anzahlbeschränkung

Angesichts weiterhin positiver Entwicklungen der Pandemie in Hessen hat die Landesregierung weitere Lockerungen beschlossen. Ab dem 1. August 2020 können die Hessinnen und Hessen Mannschaftssportarten wieder uneingeschränkt nachgehen. Wichtig dabei bleibt aber, dass die Hygieneregeln in den Vereinen sowie im Sportunterricht eingehalten werden.

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Die Informationsseite derLandesregierung
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Zuletzt waren Kontaktsportarten nur mit maximal zehn Personen möglich. Ab August können sämtliche Teamsportarten sowie der Schulsport ohne Anzahlbeschränkung ausgeübt werden. „Die beschlossene Änderung der Corona-Verordnung ist eine gute Nachricht für alle Sportlerinnen und Sportler sowie die Schülerinnen und Schüler in Hessen“, erklärten Innenminister Peter Beuth und Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz. „Mit der Freigabe der Personenzahl ist jetzt Kontaktsport in allen Mannschaftssportarten sowie im Schulunterricht ohne Einschränkungen wieder möglich. Dass es dazu kommen kann, ist auch der vorbildlichen Haltung während der zurückliegenden Monate zu verdanken. Durch die Lockerung können die übliche Saisonvorbereitung und der Spielbetrieb in den Ballsportarten wie beispielsweise Fußball, Handball und Volleyball wieder durchgeführt werden. Auch die Schulen haben Planungssicherheit und können sich einhergehend mit der weitgehenden Rückkehr zum Regelbetrieb nach den Sommerferien bestmöglich vorbereiten.“

Saisonstart kann geplant werden

Alle im Landessportbund Hessen organisierten Fachverbände und ihre angeschlossenen Vereine haben in den vergangenen Monaten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie wie auch die schrittweisen Lockerungen mit großem Verantwortungsbewusstsein, Umsicht und Augenmaß umgesetzt. Deshalb kann jetzt auch dieser so bedeutende Schritt hin zu mehr Normalität im Sportalltag der über 7.500 Sportvereine Hessens erfolgen. Die Sportfachverbände und Vereine sind hierbei weiterhin angehalten, Hygienekonzepte zu erarbeiten und vor Ort mit Leben zu füllen. Insbesondere beim Zugang zu den Sportstätten sollten Warteschlangen vermieden und in den Umkleiden sowie Sanitäranlagen auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet werden.

„Sportler brauchen Ziele, auf die sie hinfiebern und hintrainieren können“, sagte Beuth. „Die Neuordnung der Verordnung eröffnet diese Perspektive: Von der Kreisklasse bis zur Regionalliga – jetzt haben alle eine gemeinsame Motivation vor Augen: Den Saisonstart. Mit der nunmehr getroffenen Regelung freuen sich auch hunderttausende Kinder und Jugendliche, endlich wieder zusammen mit ihren Mitspielerinnen und Mitspielern ins Mannschaftstraining gehen zu können. Der Sport kann nun auch wieder in vollem Umfang seine verbindende und integrative Kraft zur Geltung bringen.“

Lockerungen gelten auch für den Schulsport

Auch in den Sommerferien arbeitet die hessische Schulverwaltung intensiv daran, die Grundlagen für die weitgehende Rückkehr zum Regelbetrieb nach den Sommerferien zu legen und die Schulen bestmöglich vorzubereiten. „Um die rechtlichen Grundlagen für den Regelbetrieb unter Corona-Bedingungen zu schaffen, haben wir als Landesregierung nun, die Möglichkeit geschaffen, von der Einhaltung des Mindestabstands abzuweichen“, erklärte Lorz.

Dies gelte insbesondere zwischen Schülerinnen und Schülern des Klassenverbands, den unterrichtenden Lehrkräften bzw. zugeordnetem Betreuungspersonal sowie dem weiteren Schulpersonal in allen Schularten und Jahrgangsstufen soweit es für den Unterrichtsbetrieb im regulären Klassen- und Kursverband erforderlich und nach den infektionsschutzrechtlichen Vorgaben des Landes Hessen zulässig ist. Wo immer möglich, solle insbesondere bei Besprechungen, Konferenzen sowie schulbezogene Veranstaltungen weiterhin ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten werden. „Darüber hinaus kann die Schulleiterin oder der Schulleiter in Absprache mit dem Gesundheitsamt anordnen, dass auf dem Schulgelände außerhalb des Präsenzunterrichts im Klassen- oder Kursverband eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden muss.“

Diese beiden Änderungen sind auch Bestandteil des überarbeiteten Hygieneplans, den die Schulen in wenigen Tagen erhalten. In diesem wird auch auf freiwilliger Basis die Verwendung der Corona-Warn-App empfohlen. Der neue Hygieneplan sieht außerdem vor, dass Sportunterricht sowie außerunterrichtliche Sportangebote in allen Schulformen und in allen Jahrgangsstufen unter Einhaltung von bestimmten Schutzmaßnahmen stattfinden können. Um ein ungehindertes Infektionsgeschehen zu verhindern, finden im ersten Schulhalbjahr keine überörtlichen schulsportlichen Wettbewerbe statt. Auch der Musikunterricht ist unter Einhaltung einiger Hinweise möglich. Einzig das gemeinsame Singen und das gemeinsame Musizieren mit Blasinstrumenten im Klassenraum unterliegen weiterhin Einschränkungen. So kann gemeinschaftlicher Gesang bis auf Weiteres nur im Freien stattfinden.

Insgesamt 50 Millionen Euro für Ausstattung

Zur besseren Ausstattung der Schülerinnen und Schüler, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, mit Tablets oder Notebooks stellt Hessen den Schulträgern insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung. Davon stammen 37 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm, weitere 13 Millionen Euro investiert Hessen aus Landesmitteln.

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