Supermärkte aufstocken

Unten einkaufen – oben wohnen: Bis zu 5.000 neue Wohnungen könnten laut einer aktuellen Berechnung des Regionalverbands Frankfurt auf Supermarktdächern im Rhein-Main-Gebiet entstehen. Beim ersten hessischen Supermarktgipfel haben rund 50 Vertreterinnen und Vertreter von Supermärkten, Immobilienverbänden und städtischen Planungsämtern vereinbart, diese Potenziale weiter zu untersuchen und – wo möglich – auch zu realisieren. „Jede zusätzliche Wohnung hilft“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. „Die Aufstockung von Supermärkten mit neuen Wohnungen ist vielversprechend: Supermärkte sind oft gut gelegen, sie haben häufig noch viel Platz obendrüber und für die neuen Wohnungen müssen keine neuen Flächen versiegelt werden. Deshalb wollen wir solche Projekte in Zukunft verstärkt auch mit unseren Stadtentwicklungsprogrammen fördern.“ Neben Wohnungen kämen je nach Standort auch andere Nutzungen in Frage, wie zum Beispiel Kindergärten, Arztpraxen oder Büros. „Natürlich muss an jedem einzelnen Standort genau analysiert werden, welche Kombination sinnvoll und umsetzbar ist. Dennoch sind wir überzeugt, dass es hier ein nennenswertes Potenzial für Wohnungen in integrierten Lagen gibt. Und für die Unternehmen entstehen langfristig stabile Standorte.“

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