Sorgsames Düngen sorgt für Grundwasserschutz

Das Kabinett hat die hessische Düngeverordnung beschlossen. „Wie in großen Teilen Deutschlands sind die Nitratwerte im Grundwasser mancherorts auch in Hessen zu hoch“, sagte Umweltministerin Priska Hinz. „Betroffen sind vor allem Gebiete mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung und vielen Nutztieren. Beim Düngen kann Nitrat in unser Grundwasser gelangen. Wir müssen die Belastung des Grundwassers und der Gewässer durch Nitrat weiter reduzieren. Dazu dient unsere hessische Düngeverordnung.“ Mit der hessischen Verordnung werden die Regelungen der Bundes-Düngeverordnung vom 2. Juni 2017 umgesetzt. Danach sind zunächst die mit Nitrat belasteten Gebiete auszuweisen, für die besondere Vorschriften zum Schutz des Grundwassers vorzuschreiben sind. Parallel fordert die Europäische Kommission von Deutschland eine Verschärfung der momentan geltenden Bundes-Düngeverordnung ein. Bereits im Juni 2018 hatte der Europäische Gerichtshof ein Urteil gegen Deutschland gefällt und Nachbesserungen gefordert. Liegen die nicht bis Ende September vor, droht ein zweites Verfahren zur Festsetzung von empfindlichen Strafgeldern. Die Bundesregierung hat den Ländern nun Eckpunkte vorgelegt, die Änderungen im Düngerecht skizzieren.

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