Seligenstadt mit Zusatzbezeichnung „Einhardstadt“

Innenminister Peter Beuth hat der Stadt Seligenstadt eine Urkunde verliehen, die es ihr erlaubt, den Namenszusatz „Einhardstadt“ zu führen. Bei dem Festakt zur Verleihung der Zusatzbezeichnung betonte Beuth die geschichtsbewusste Pflege des Lebenswerks des Biografen von Karl dem Großen. „Einhard war aufgrund seines universellen Wissens geschätzter Ratgeber, Berater und Biograf Karls des Großen“, so Beuth. „Zugleich war er Stadtbegründer von Seligenstadt und einer der berühmtesten Gelehrten der Karolingerzeit.“ Erstmals urkundlich erwähnt wurde Seligenstadt am 11. Januar 815, als Einhard diese Ortschaft für seine Verdienste am Hofe Karls des Großen als Geschenk von Kaiser Ludwig I, Sohn und Nachfolger Karls des Großen erhielt. Im Jahr 828 stiftete Einhard ein Benediktinerkloster und ließ dorthin die Gebeine zweier Märtyrer überführen, er starb 840 in Seligenstadt. Von den insgesamt 422 Städten und Gemeinden in Hessen sind mit der Einhardstadt Seligenstadt nunmehr insgesamt 60 Gemeinden befugt, ihrem eigentlichen Gemeindenamen eine Zusatzbezeichnung beizufügen, die auf ihrer geschichtlichen Vergangenheit, ihrer Eigenart oder ihrer Bedeutung beruht.

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