Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in der Pandemie

Der Hessische Landtag hat einen Entschließungsantrag zum Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in der Corona-Pandemie beraten.

„Wir statten Einrichtungen des Kinder- und Frauenschutzes finanziell besser aus und wappnen sie so für die besonderen Anforderungen während der Pandemie“, erklärte Sozialminister Kai Klose. „Es ist eines der wichtigsten Ziele der Landesregierung, Frauen und Kinder zu unterstützen und zu schützen, die Opfer von jeglicher Form von Gewalt geworden sind und traumatisierende Erfahrungen erleiden mussten. Denn jeder Mensch hat das Recht, gewaltfrei zu leben“, führte der Sozialminister aus. Erste Studienergebnisse der Technischen Universität München und des RWI – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung belegten eine Zunahme häuslicher Gewalt und den erschwerten Zugang zu Hilfe während der Pandemie. „Vor diesem Hintergrund war uns von Beginn an besonders wichtig, dass alle Menschen wissen: Unsere Schutzsysteme stehen trotz Corona bereit und sie sind erreichbar“, sagte der Sozialminister. Alle Einrichtungen des Frauenunterstützungssystems und des Kinderschutzes stünden in der aktuellen Situation vor besonderen Herausforderungen. „Dabei unterstützen wir sie! Wir helfen den Einrichtungen, ihre pandemiebedingten Kosten abzufedern und den gewachsenen hygienischen Vorgaben gerecht zu werden. Allein dafür stellt das Land drei Millionen Euro bereit“, führte Klose aus. Mit dem Programm „Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ des Ministeriums für Soziales und Integration könnten zudem bestehende Angebote des Kinder- und Frauenschutzes vom Land gefördert werden. Das Land finanziere ferner eine ganze Reihe von Modellprojekten zur Prävention und zum besseren Schutz von Frauen vor Gewalt. „All diese Maßnahmen zeigen, dass es uns gerade in der aktuellen Situation besonders wichtig ist, die Arbeit der spezialisierten Fachkräfte im Kinderschutz, der Frauenberatungsstellen und -notrufe wie auch der Frauenhäuser wertzuschätzen und anzuerkennen“, so Klose abschließend.

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