Projekt „Digital im Alter – Di@-Lotsen“ gestartet

Die Digitalisierung macht vieles im Leben leichter: Per App Bilder mit der Familie teilen und Nachrichten schicken, Bankgeschäfte online erledigen, im Netz einkaufen und den Puls mit dem Fitnessarmband checken – die Möglichkeiten sind groß. Damit mehr Seniorinnen und Senioren von neuen technischen Möglichkeiten profitieren können, startet die Landesregierung das Projekt „Digital im Alter – Di@-Lotsen“.

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Start des Projekts „Digital im Alter“ mit Sozialminister Kai Klose, Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus, Staatsminister Axel Wintermeyer, Bürgermeister Kay Tenge und der Stützpunktleiterin Christiane Kompch-Maneshkarimi (von links).
Start des Projekts „Digital im Alter“ mit Sozialminister Kai Klose, Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus, Staatsminister Axel Wintermeyer, Bürgermeister Kay Tenge und der Stützpunktleiterin Christiane Kompch-Maneshkarimi (von links).

Der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer, Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus und Sozialminister Kai Klose haben das Projekt jetzt am neuen Stützpunkt im Mehrgenerationenhaus in Oestrich-Winkel vorgestellt. „Seniorinnen und Senioren sollen möglichst lange ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld führen können“, erklärten sie. „Dabei wollen wir sie als Hessische Landesregierung unterstützen und somit die Chancen der Digitalisierung nutzen, um den demografischen Wandel in Hessen aktiv zu gestalten. Alle Menschen hierbei mitzunehmen und ihnen durch digitale Möglichkeiten auch bei eingeschränkter Mobilität eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ist uns sehr wichtig. Diese Chancen wollen wir mit unserem Projekt ,Digital im Alter – Di@-Lotsen‘ nutzen und unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger niedrigschwellig in die digitale Welt begleiten.“

Unterstützung beim Umgang mit Tablet, Smartphone und Co.

Zumeist ältere Menschen ebnen als sogenannte „Di@-Lotsinnen und Di@-Lotsen“ den Weg und schulen ihre Altersgenossen wohnortnah im Umgang mit Tablet, Smartphone und Co. Unterstützung erhalten die Ehrenamtlichen an Stützpunkten, die das Angebot vor Ort bekannt machen, die Nachfrage mit dem neuen Angebot koordinieren und die notwendige Technik wie Tablets oder Smartphones bereitstellen. Sechs Stützpunkte wird es hessenweit zum Projektauftakt geben: Oestrich-Winkel, Taunusstein, Gießen, Kassel, Schotten und Ebersburg/Gersfeld. In den kommenden zwei Jahren sollen weitere hinzukommen.

„Hessen ist ein Land des Ehrenamtes“, betonte Wintermeyer. „Fast zweieinhalb Millionen Menschen helfen mit ihrem oft unermüdlichen Einsatz dabei, unsere Gesellschaft zusammenzuhalten. Sie sind die Mosaiksteine, aus denen sich eine funktionierende Gemeinschaft und eine lebens- und liebenswerte Heimat zusammensetzt. Darauf bin ich stolz. Ehrenamtliches Engagement ist aber kein Selbstläufer, sondern benötigt Unterstützung und kontinuierliche Förderung, gerade bei neuen Aufgaben. Dafür sorgen wir als Landesregierung.“ Für die „Di@-Lotsen“ stehen 2021 rund 100.000 Euro bereit zur Finanzierung von Schulungen, Technik sowie für die Unterstützung, Beratung und Begleitung der Stützpunkte. Insgesamt fördert das Land ehrenamtliches Engagement in diesem Jahr mit der Rekordsumme von mehr als 22 Millionen Euro.

Berührungsängste nehmen

Klose möchte insbesondere älteren und zum Teil noch digital unerfahrenen Menschen die Berührungsangst vor digitaler Technik nehmen. „Es geht um mehr als das Skypen mit Familie und Freunden oder Einkaufen übers Internet. Wir wollen mit gezielten lokalen Praxisangeboten Hürden abbauen und einen Weg zur digitalen Teilnahme ebnen. Unsere Di@-Lotsinnen und -Lotsen lernen deshalb auch, wie es mit zum Teil vielleicht unüblichen und ungewohnten Methoden möglich ist, andere für diese Teilhabe zu begeistern. Mit dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen e.V. haben wir eine kompetente Medienunterstützung, die regelmäßig auf die konkreten Bedarfe achtet und Sprechstunden für alle Lotsinnen und Lotsen anbietet.“

Sinemus betonte: „Das Ziel unserer Digitalstrategie ist es, alle Menschen unabhängig des Kenntnisstands oder ihrer Fähigkeiten, auf der Reise des digitalen Wandels mitzunehmen. Vor allem ältere Menschen benötigen konstante und persönliche Angebote, um die digitale Welt zu begreifen und ihren Nutzen erleben zu können. Konkrete Maßnahmen wie die Verteilung von 10.000 Tablets an stationäre Pflege-, Alten- und Behinderteneinrichtungen, das ‚Freiwillige Soziale Jahr – Hessen digital‘, unser Programm ‚Ehrenamt digitalisiert‘ oder jetzt das Projekt ‚Digital im Alter - Di@-Lotsen‘ bringen uns dem Ziel der digitalen Teilhabe ein weiteres Stück näher.

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