Opfer von Straftaten unterstützen

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat die Statistik zur Opferhilfe für das Jahr 2020 vorgestellt. Danach haben die acht hessischen Opferhilfevereine in 2.536 Fällen insgesamt 3.227 Personen beraten. 72,3 Prozent der Ratsuchenden waren Frauen. In 75,4 Prozent der Beratungsfälle handelte es sich um Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit, lediglich in 6,9 Prozent der Fälle waren Eigentumsdelikte Anlass für eine Opferberatung. Daneben liegen sonstige Delikte, psychische Erkrankungen, andere traumatische Ereignisse oder auch psychologische Probleme den Beratungsprozessen zu Grunde. Insgesamt waren die Zahlen im Vergleich zu 2019 leicht rückläufig. Eva Kühne-Hörmann hob die Bedeutung der Opferhilfevereine hervor. „Die hessischen Opferhilfeeinrichtungen beraten und unterstützen die Opfer und Zeugen von Straftaten sowie deren Angehörige und Vertrauenspersonen. Die Unterstützung erfolgt dabei unabhängig davon, um welches Delikt es sich handelt und ob die Betroffenen Anzeige erstattet haben. Die Beratung ist selbstverständlich kostenlos und absolut vertraulich. Mit diesem Angebot ist die Opferhilfe ein essentieller Bestandteil der Strafrechtspflege in Hessen.“

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