Neuer Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“

Die Umsetzung der neuen Pflegeausbildung nimmt Fahrt auf. Landesregierung und Ausbildungspartner haben jetzt einen Ausbildungspakt geschlossen. „Die Reform der Ausbildung trägt dazu bei, den Pflegeberuf attraktiver zu machen und sicherzustellen, dass die älter werdende Bevölkerung gut gepflegt und versorgt wird“, erklärte Sozialminister Kai Klose.

02_08 FOTO Kai Klose.jpg

Sozialminister Kai Klose
Sozialminister Kai Klose

Hessen arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung der neuen generalistischen Pflegeausbildung zum 1. Januar 2020. Dazu haben jetzt alle beteiligten Partner einen Ausbildungspakt geschlossen. Diese Vereinbarung ist eine weitreichende Absichtserklärung, die anstehenden Änderungen gemeinsam und in enger, konstruktiver Zusammenarbeit zu bewältigen. Als eines der ersten Länder hat Hessen die Finanzierung der Ausbildung gesichert und die Ausbildungspauschalen verhandelt. Die Ausbildungsbetriebe und Pflegeschulen erhalten zur Refinanzierung der Ausbildungskosten eine jährliche Pauschale. „Mit den ausgehandelten Pauschalen sind die neuen Ausbildungsstandards des Bundesgesetzgebers finanziell abgesichert und die Pflegeschulen – insbesondere die ehemaligen Altenpflegeschulen – so ausgestattet, dass die neuen Standards schnell umgesetzt werden können“, sagte Klose.

„Generalistische Pflegeausbildung“

„Generalistische Pflegeausbildung“ meint eine neue zeitgemäße Pflegeausbildung, die die bisherigen Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege verbindet. Mit dem neuen Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“ können die examinierten Fachkräfte in allen Pflegebereichen arbeiten. Geregelt ist die generalistische Ausbildung im Pflegeberufereformgesetz, das im Juni 2017 vom Bundestag beschlossen wurde. Die neue Ausbildung startet ab Januar 2020.

In Hessen stimmen das landesweite Koordinierungsgremium und verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Themen „Finanzierung“, „Ausbildung“, „Studium“ und „Unterstützung“ konkrete Umsetzungsschritte ab. Im Koordinierungsgremium werden Vorschläge und Lösungen zusammengetragen, bewertet und Empfehlungen für die Landesregierung ausgesprochen. Ziel aller Kooperationspartner ist es unter anderem, ausreichend Plätze für die praktische und schulische Ausbildung zur Verfügung zu stellen und nachhaltig die Ausbildungszahlen zu steigern. Durch regionale Ausbildungs-und Kooperationsverbünden soll ein möglichst wohnortnahes Ausbildungsangebot geschaffen werden.

Hessen-Suche