Neue Vereinbarung mit der hessischen Wirtschaft

Umweltministerin Priska Hinz hat mit Vertretern der Wirtschaft und der kommunalen Spitzenverbände die neue Rahmenvereinbarung für die Umweltallianz Hessen unterzeichnet. „Innerhalb der Umweltallianz wollen Politik und Wirtschaft gemeinsam dafür sorgen, dass der Umweltschutz und gleichzeitig der Wirtschaftsstandort Hessen gestärkt werden“, sagte Hinz.

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Umweltministerin Priska Hinz
Umweltministerin Priska Hinz

„In Zeiten von Klimakrise, dem Verlust von biologischer Vielfalt und der Vermüllung der Erde, sind wir alle gefragt, Lösungen zu finden, um unsere Umwelt zu schützen“, so Hinz weiter. „Mit der neuen Rahmenvereinbarung für die Umweltallianz unterstützen wir nachhaltige Innovationen in Unternehmen, damit Ökonomie und Ökologie Hand in Hand gehen. Trotz der aktuellen Corona-Pandemie wollen wir uns gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft stellen.“

In der Vergangenheit kümmerte sich die Umweltallianz vor allem um die Information und rechtliche Beratung ihrer Mitglieder im Bereich Umweltschutz und die Vereinfachung bei Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren. Die Folgen der Klimakrise werden für die Wirtschaft jedoch immer relevanter, sodass die Aufgaben der Umweltallianz ausgebaut werden. „Wir wollen uns nun verstärkt einsetzen für Klimaschutz, Energiewende, ressourcenschonendes Wirtschaften und schadstoffarme Mobilität“, sagte Hinz. „Um diese Ziele haben wir die Rahmenvereinbarung erweitert.“ Ebenfalls sollen noch stärker kleine und mittlere Unternehmen angesprochen und gefördert werden. Auch die Struktur der Umweltallianz wurde neu aufgestellt, um noch effektiver die gemeinsamen Ziele zu verfolgen. Die Zusammenarbeit der Partner wird in Dialogforen, Projektgruppen und Netzwerken stattfinden.

Innovativen Lösungen suchen

Die Dialogforen befassen sich mit aktuellen Umweltfragen und suchen nach innovativen Lösungen. Ein Forum wird sich beispielsweise mit dem Recycling von Baustoffen befassen. Damit können natürliche Ressourcen geschont werden und es müssen weniger neue Deponien geschaffen werden. 2016 fielen in Hessen rund 15,3 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfall an. Davon wurden nur 4,4 Millionen Tonnen wiederverwertet. Wie sich diese Menge steigern lässt, wird das Dialogforum in den Blick nehmen.

Umweltallianz: Über 1.000 Mitglieder für mehr Umweltschutz

Mittlerweile sind über 1.000 Unternehmen, mehr als 25 Kommunen und Wirtschaftsverbände der Umweltallianz Hessen beigetreten. Hierzu zählen beispielsweise große internationale Unternehmen wie Ferrero, Merck und Fraport, aber ebenfalls mittelständische Firmen bis hin zu kleineren Handwerksbetrieben. Die Chemieindustrie, Automobilindustrie, Weinbaubetriebe, Keltereien, Sanitär, Druck, Gastronomie und weitere Branchen sind vertreten. Alle Mitglieder fühlen sich der Umwelt verbunden und verpflichten sich freiwillig zu Umweltleistungen, die über gesetzliche Verpflichtungen hinausgehen. Neben der Kosteneinsparung durch Ressourcenschonung, können sich die Mitglieder als vom Land bestätigte umweltfreundliche Unternehmen präsentieren.

Die Vorhaben reichen von Abwasseraufbereitung über Abfallvermeidung bis zum Immissionsschutz im Unternehmen. Das Land Hessen unterstützt sie dabei mit der Umweltallianz sowie mit Projektförderung. So gewährt beispielsweise das beim Wirtschaftsministerium 2017 angelaufene Programm PIUS-Invest Zuschüsse von bis zu 30 Prozent sowie maximal 500.000 Euro für Investitionen in ressourceneffiziente Technologien und Prozesse.

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