Nassauische Heimstätte weiter auf Wachstumskurs

Die Nassauische Heimstätte steht nach den Worten von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir „für bezahlbare Wohnungen gerade auch in Frankfurt und Umgebung, wo das Mietpreisniveau seit Jahren deutlich steigt.“ Al-Wazir, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Nassauischen Heimstätte ist, äußerte sich anlässlich der Bilanzkonferenz des Unternehmens.

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Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir
Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir

„Kein anderer Anbieter vermietet so günstig und hält die Mieten für Normalverdiener derart stabil“, so Al-Wazir weiter. „Das geht nur, weil bei der Nassauischen Heimstätte nicht der Gewinn, sondern die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum im Vordergrund steht.“ Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt hat 2018 einen Jahresüberschuss von rund 57 Millionen Euro erwirtschaftet und das Vorjahresergebnis um etwa 7,6 Millionen Euro und den Planwert um rund 15,1 Millionen Euro übertroffen. Die Eigenkapitalquote stieg unter anderem durch den Jahresüberschuss um rund 15 Prozent von 29,7 in 2017 auf 34 Prozent in 2018. Die Nassauische Heimstätte wird die gestiegene Eigenkapitalquote nutzen, um weitere Wohnungen zu bauen und zu erwerben.

Der Leitende Geschäftsführer Dr. Thomas Hain nannte das Ergebnis auf der Bilanzpressekonferenz „mehr als erfreulich“. Es lege die Basis, um den gesellschaftlichen Auftrag zu erfüllen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Al-Wazir schreibt der Unternehmensgruppe auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Großen Frankfurter Bogens zu, der im Umkreis von 30 Zugminuten rund um den Frankfurter Hauptbahnhof entstehen soll. „Die Nassauische Heimstätte bereits jetzt ein Potenzial für mehr als 9.000 Wohnungen innerhalb des Großen Frankfurter Bogens, sei es in Form von konkreten Neubauvorhaben oder im Rahmen von Flächenentwicklungen.“ Vor allem die Unternehmenstochter Bauland-Offensive Hessen GmbH habe hier eine wichtige Funktion. „Die Bauland-Offensive unterstützt schon jetzt Städte und Gemeinden bei der Entwicklung von baureifen Flächen. Unser Ziel ist es, dass sie diese Rolle auch beim Großen Frankfurter Bogen einnimmt.“

Bauland-Offensive Hessen ist ein Volltreffer

Die 2017 ins Leben gerufene BOH unterstützt Kommunen bei der raschen Entwicklung von Bauland und entpuppt sich immer mehr als Volltreffer. Bislang gab es 83 Anfragen aus 67 hessischen Kommunen. 15 Studien sind fertig, 19 werden aktuell bearbeitet, zwölf befinden sich in der Abstimmung mit dem Land Hessen. Die 34 Studien befassen sich mit einer Fläche von 368 Hektar und einem Potenzial für ca. 12.400 Wohnungen. Kommunen mit einer fertigen Machbarkeitsstudie können jetzt in die zweite Phase der Baulandentwicklung eintreten und sich vom 1. Juli bis zum 12. September für die Aufnahme als Gesellschafterin bei der BOH bewerben. Kommt ein Vertrag zustande, übernimmt die BOH als Treuhänderin alle notwendigen Maßnahmen wie Flächenankauf, Bodenordnung, Bebauungsplanung, Vermarktung, Erschließung und Abrechnung.

Strategie 2018+: Bestand soll auf 75.000 Wohnungen wachsen

Dem Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen als drängendste aktuelle Herausforderung wollen die Verantwortlichen der Unternehmensgruppe auch mit der „Strategie 2018+“ begegnen. „Die Nassauische Heimstätte ist bereits die größte Wohnungsbaugesellschaft des Landes. Wir bieten nicht nur unseren eigenen Mietern Wohnungen zu bezahlbaren Preisen, sondern wir beeinflussen damit auch das allgemeine Preisgefüge. Diesen Einfluss wollen wir noch weiter ausbauen“, sagte Hain. Nach einer Phase der Konsolidierung will die Unternehmensgruppe nun nachhaltig wachsen – von derzeit knapp 60.000 auf rund 75.000 Wohnungen. Dies soll durch Neubau- und Bestandsergänzung, aber auch durch Zukäufe erreicht werden. „Wir bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im unteren und mittleren Mietpreissegment“, so Hain. In Frankfurt beispielsweise vermietet die Nassauische Heimstätte fast 14.000 Wohnungen für eine Durchschnittsmiete von 7,07 Euro. Auch in Darmstadt, Wiesbaden und Kassel liegen die Mieten deutlich unterhalb des Marktniveaus.

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