Initiative zur Bestrafung von Kindesentziehungen

Der Bundesrat beschäftigt sich diesen Freitag mit einer hessischen Initiative, die eine Verbesserung des strafrechtlichen Schutzes von Kindern zum Ziel hat. Der Gesetzesentwurf soll Vortaten von Sexualverbrechen an Kindern unter Strafe stellen, die bislang regelmäßig straflos blieben. „Viele schlimme Sexualstraftaten an Kindern könnten verhindert werden, wenn die Strafverfolgungsbehörden die Täter schon frühzeitig bestrafen könnten“, erklärte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. Der hessische Entwurf sieht eine Erweiterung des Straftatbestandes der Entziehung Minderjähriger (§ 235 des Strafgesetzbuchs) vor. „Ich setze mich dafür ein, dass die Tatbestände des ‚Entführens‘ und des ‚Sichbemächtigens von Kindern‘ mit einem Strafrahmen von Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren in das Gesetz aufgenommen werden“, so Kühne-Hörmann. „Außerdem sollen Täter noch schärfer bestraft werden können, wenn diese Tat geschieht, um Kinderpornografie anzufertigen, oder die Kinder gequält, getötet oder roh misshandelt werden sollen.“

Hessen-Suche