Hochschulbauprogramm mit Rekordvolumen

Das hessische Hochschulbauprogramm HEUREKA gibt den Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunsthochschulen mit dem Volumen von rund 1,7 Milliarden Euro Planungssicherheit bis 2031.

Angela Dorn 2019.jpg

Wissenschaftsministerin Angela Dorn
Wissenschaftsministerin Angela Dorn

Wissenschaftsministerin Angela Dorn hat die Verteilung der Mittel jetzt vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Aufstockung des von 2021 bis 2026 laufenden Hochschulbauprogramms HEUREKA II um 250 Millionen Euro (HEUREKA II+) sowie um das Anschlussprogramm HEUREKA III mit weiteren 1,435 Milliarden Euro von 2027 bis 2031. Zusammen mit den seit 2008 aufgelegten Programmen HEUREKA I (bis 2020; 3 Milliarden Euro) und HEUREKA II (1 Milliarde Euro) wird damit ein Rekordvolumen von insgesamt rund 5,7 Milliarden Euro erreicht.

„Dass wir HEUREKA aufstocken und fortsetzen, ist eine bundesweit herausragende Entscheidung für Investitionen in die Hochschulen“, erklärte Dorn. „Wir zwingen unsere Hochschulen nicht in Public-Private-Partnership- und Mietmodelle, sondern bieten ihnen langfristige verlässliche Rahmenbedingungen, damit sie in ihre Gebäude und damit in gute, zukunftsfähige Lehr- und Forschungsbedingungen investieren können. Trotz der Herausforderungen für den Landeshaushalt durch die Pandemie-Folgen setzen wir HEUREKA III wie im Koalitionsvertrag angekündigt um. Für die Verteilung der Mittel gehen wir nach klaren Kriterien vor. Alle Hochschulen können prioritäre Projekte umsetzen. Zugleich legen wir einen Schwerpunkt auf die wichtige Sanierung im Bestand.“

Umfangreicher Prozess mit allen Hochschulen

Um die von den Hochschulen angemeldeten Vorhaben zu sichten, hatte das Wissenschaftsministerium einen umfangreichen Prozess mit allen Hochschulen aufgesetzt. Ein Ergebnis war, dass in vielen vor 1985 errichteten Gebäuden ein hoher Aufwand zur Anpassung an den Stand der Technik etwa bei Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Brandschutz nötig ist. Daher setzt HEUREKA nun Schwerpunkte bei den Universitäten, die einen besonders hohen Anteil an alten und zudem auch an denkmalgeschützten Gebäuden haben. Die größten Beträge gehen daher an die Universitäten in Gießen, Marburg, Kassel und Darmstadt. Außerdem wird der Schwerpunkt von HEUREKA II auf den Kunst- und Musikhochschulen fortgeführt. 50 Millionen Euro werden als Rücklage für nötige Anpassungen eingeplant.

Zusätzliche Mittel für Infrastrukturprogramm

Wie im Hessischen Hochschulpakt vereinbart, erhalten die Hochschulen zudem von 2021 bis 2027 zusätzlich zu HEUREKA noch weitere bis zu 210 Millionen Euro für ein Infrastrukturprogramm im Rahmen des Zukunftsvertrages Studium und Lehre stärken (ZVSL-Infrastruktur) von Bund und Ländern, die sie vordringlich für die Sanierung von Lehr- und Lernflächen verwenden. Darüber hinaus unterstützt das 2018 aufgelegte Programm COME-Hochschulen (CO2-Minderungs- und Energieeffizienzprogramm) bis 2025 weiterhin die energetische Sanierung des Gebäudebestands der Hochschulen mit rund 200 Millionen Euro, wovon die Hälfte außerhalb von HEUREKA zusätzlich bereitgestellt werden.

Die Verteilung der HEUREKA II+ und HEUREKA III-Mittel:

Universität Kassel:180 Millionen Euro
Universität Marburg: 280 Millionen Euro
Universität Gießen: 280 Millionen Euro
Universität Frankfurt: 170 Millionen Euro *
Technische Universität Darmstadt: 175 Millionen Euro
Hochschule Fulda: 45 Millionen Euro
Technische Hochschule Mittelhessen: 95 Millionen Euro
Frankfurt University of Applied Sciences: 85 Millionen Euro
Hochschule Rhein-Main: 85 Millionen Euro
Hochschule Geisenheim: 30 Millionen Euro
Hochschule Darmstadt: 85 Millionen Euro
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt: 70 Millionen Euro
Hochschule für Gestaltung Offenbach: 50 Millionen Euro
Städelschule Frankfurt: 5 Millionen Euro
Budget für Planungsanpassungen: 50 Millionen Euro
Gesamt: 1.685 Millionen Euro

* zuzüglich 105 Millionen Euro aus dem Verkauf des Alten Polizeipräsidiums Frankfurt für den Neubau der Universitätsbibliothek

Hessen-Suche