Hessische Hochschulen übernehmen Hebammen-Ausbildung

In Fulda, Frankfurt und Gießen wird es künftig insgesamt mindestens 140 Studienplätze pro Jahr für Hebammen geben. Damit wird in Hessen nicht nur, wie vom Bundesgesetzgeber vorgesehen, die Hebammenausbildung ab 2023 vollständig in Form eines Dualen Studiums angeboten, die Kapazität übertrifft dank finanzieller Unterstützung der Landesregierung sogar die der bisherigen Ausbildungswege.

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Wissenschaftsministerin Angela Dorn
Wissenschaftsministerin Angela Dorn

Dort standen in Hessen bisher insgesamt rund 120 Plätze zur Verfügung. Die Vereinbarung stellten Wissenschaftsministerin Angela Dorn und die beteiligten Hochschulen, Universitäten und Universitätsklinika jetzt vor. Für die Hebammen-Ausbildung hat die Landesregierung im Zeitraum vom 2021 bis 2027 rund 22 Millionen Euro eingeplant.

Die Hochschule Fulda leistet mit dem dualen Bachelorstudiengang Hebammenkunde bereits seit 2012 Pionierarbeit. Sie wird künftig mit der Philips-Universität Marburg und dem Uniklinikum Gießen und Marburg (UKGM, Standort Marburg) kooperieren. In den kommenden beiden Jahren richten die Frankfurt University of Applied Sciences in Kooperation mit der Goethe-Universität und der Uniklinik Frankfurt sowie die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) in Kooperation mit der Justus-Liebig-Universität Gießen und dem UKGM (Standort Gießen) weitere Studiengänge ein. Damit werden Nord-, Mittel- und Südhessen gut abgedeckt und die Grundversorgung in Hessen sichergestellt.

Ausbildung und Kapazität verbessern

„Ich freue mich sehr, dass es uns gelingt, die Ausbildung nicht nur mit der Akademisierung auf eine neue Ebene zu heben, sondern auch die Kapazität deutlich zu steigern – denn diese zusätzlichen Fachkräfte werden gebraucht“, erklärte Dorn. „Hebammen sind bereits jetzt hervorragend ausgebildet; die Akademisierung trägt ihrer entscheidenden Rolle zusätzlich Rechnung. Auf ihren Schultern lastet eine sehr hohe Verantwortung: Sie stehen Frauen und Familien vor, während und nach der Geburt mit großem Wissen und hohem Einsatz beiseite. Sie arbeiten mit anderen Disziplinen zusammen, von der Medizin über Pflegefachkräfte bis zu sozialpädagogischen Fachleuten. Auch die akademische Ausbildung wird sowohl theoretisch und praktisch fundiert als auch interdisziplinär und interprofessionell angelegt sein. Mit ihr ist das Ziel verbunden, die Hebammenwissenschaften als eigenständiges Forschungsgebiet weiterzuentwickeln und wissenschaftlichen Nachwuchs auszubilden.“

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