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Vor 170 Jahren, am 28. März 1849, verabschiedete die Frankfurter Nationalversammlung die Verfassung des deutschen Reichs.
Vor 170 Jahren, am 28. März 1849, verabschiedete die Frankfurter Nationalversammlung die Verfassung des deutschen Reichs.

Vor 170 Jahren, am 28. März 1849, verabschiedete die Frankfurter Nationalversammlung die Verfassung des deutschen Reichs. Nach dem Tagungsort der Versammlung in der Paulskirche wird die Verfassung auch Frankfurter Reichsverfassung oder Paulskirchenverfassung genannt. Entstanden in der Zeit der Revolution von 1848/1849, erlangte sie keine Gültigkeit. Aber vor allem der Teil über die Grundrechte hat das demokratische Denken in Deutschland entscheidend mitgeprägt. Zudem wurde die Paulskirchenverfassung bei der Erarbeitung der Weimarer Verfassung von 1919 und des Grundgesetzes von 1949 herangezogen.

Von der Paulskirchenverfassung wurden 1849 drei Exemplare gedruckt. Eines davon ist verschollen. Gut erhalten ist die Ausfertigung, die in der Universitätsbibliothek Kassel aufbewahrt wird. Der damalige Kasseler Bibliothekar Carl Bernhardi war Abgeordneter der Nationalversammlung. Sein Exemplar trägt auf einer der ersten Seiten diesen handschriftlichen Vermerk:

„Zweites Original-Exemplar der Verfassung des deutschen Reichs, erlassen und verkündet zu Frankfurt am Main den 28. März 1849. Der kurfürstlichen Landesbibliothek zu Cassel zum Andenken an das Parlamentsjahr 1848 – 1849 gewidmet von dem zeitigen Bibliothekar und Mitgliede der verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung Dr. Carl Bernhardi, Cassel am 4. Juni 1849.“

Foto: Universitätsbibliothek Kassel, Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel

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