Hessen ist Vorreiter in der Bekämpfung von Verschwendung

Lebensmittelabfälle sind nach den Worten von Umweltministerin Priska Hinz „Ressourcenverschwendung pur“. „Denn alle Lebensmittel müssen produziert, gedüngt, bewässert, geerntet, transportiert, verarbeitet und gekühlt werden.“ Nach den Privathaushalten werde am meisten in der Außer-Haus-Verpflegung weggeworfen, beispielsweise in Restaurants und Kantinen. Hier könne die Belegschaft mit einfachen Mitteln die Verschwendung deutlich reduzieren. Das beweise das Modellvorhaben „Essen ins Hessen“. Gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die das Projekt fachlich und finanziell gefördert hat, und dem Projektteam bestehend aus dem WWF, United against Waste und dem Institut für Nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft e. V. hat Hessen als erstes Land den Ernährungsbereich unter dem Gesichtspunkt Ressourcenschutz unter die Lupe genommen. Bei dem Projekt wurde in sieben Kantinen eine Kombination von Abfallanalyse und Menüoptimierung, mit dem Ziel umweltgerechter und gesunder Ernährung, umgesetzt. „Die Ergebnisse des Projektes können sich mehr als sehen lassen: In den Modellbetrieben konnten im Durchschnitt 16 Prozent Lebensmittelabfälle, 15 Prozent Treibhausgasemissionen und 13 Prozent Wasser reduziert werden. Die Kantinen haben die dadurch eingesparten Gelder in eine bessere Qualität beim Einkauf investiert und zum Beispiel mehr Biolebensmittel gekauft“, erklärte Hinz. „Wir werden nun auf den Ergebnissen des Modellprojekts aufbauen und eine Strategie der gesunden und ökologischen Ernährung für ganz Hessen entwickeln. Mein Motto lautet: Mehr saisonale und regionale Produkte, mehr Bio von Hessen für Hessen.“

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