Gegen Lieferengpässe bei Medikamenten

Hessen und Rheinland-Pfalz stellen am heutigen Freitag im Bundesrat gemeinsam einen Entschließungsantrag zur Vermeidung von Lieferengpässen bei Medikamenten vor. Der Antrag fordert die Bundesregierung auf, die Ursachen von Liefer- und Versorgungsengpässen bei Medikamenten und Impfstoffen genauer zu analysieren, um Gegenstrategien entwickeln zu können. „Uns ist wichtig, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln in hoher Qualität und zu angemessenen Preisen sicherzustellen“, erklären der hessische Sozialminister Kai Klose und die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Zwar sei, so Klose weiter, die Arzneimittelversorgung und Arzneimittelqualität in Deutschland im internationalen Vergleich noch immer gut. „Trotzdem treten seit einiger Zeit auch hier vermehrt Meldungen über Lieferengpässe von Medikamenten auf. Die Ursachen hierfür bleiben bisher weitgehend unklar.“ Die Länder fordern deshalb bereits seit 2018 von der Bundesregierung, Maßnahmen gegen Lieferengpässe bei Medikamenten und Impfstoffe zu ergreifen. „Nicht jeder Lieferengpass führt zwangsläufig zu einem Versorgungsengpass, denn häufig sind alternative und gleichwertige Medikamente verfügbar. Offensichtlich ist aber, dass die von der Bundesregierung bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen“, mahnte Klose.

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