Fusion nicht zu Lasten von Opel

Ministerpräsident Volker Bouffier und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir sehen Chancen in den Fusionsplänen der Automobilkonzerne PSA und Fiat Chrysler. Beide betonten aber zugleich, dass dies nicht zu Lasten von Opel und seinen deutschen Standorten gehen darf.

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Ministerpräsident Volker Bouffier, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir
Ministerpräsident Volker Bouffier, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir

„Die Hessische Landesregierung hat ein sehr großes Interesse an der Zukunftsfähigkeit von Opel, insbesondere am Standort Rüsselsheim. Eine Fusion der Autokonzerne PSA und Fiat Chrysler eröffnet sicherlich die Chance, Stückkosten zu senken, Synergien für sich zu nutzen und neue Märkte zu erschließen“, sagten Bouffier und Al-Wazir. Die Größe eines Automobilherstellers spiele angesichts mehrerer zurzeit parallel stattfindender Transformationsprozesse und Herausforderungen für die Branche durchaus eine wichtige Rolle. Davon könne auch die Marke Opel in einem größeren Konzernverbund profitieren.

Investitionen in Rüsselsheimer Standort

„Allerdings erwarten wir vom Mutterkonzern PSA, die Marke Opel, insbesondere auch das für den Gesamtkonzern wichtige Opel-Entwicklungszentrum, zu bewahren und wie vereinbart in den Rüsselsheimer Standort zu investieren. Opel hat seine Hausaufgaben gemacht, ist hocheffizient geworden und wirtschaftet inzwischen in der Gewinnzone. Ein weiterer Arbeitsplatzabbau darf deshalb kein Thema sein“, betonten Bouffier und Al-Wazir.

„Es bleibt nun abzuwarten, wie die Verhandlungen der französischen und der italienischen Konzernspitze verlaufen. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass die Geschäftsführung von Opel in die inhaltlichen Verhandlungen für eine mögliche Fusion eingebunden wird. Eine Fusion von PSA und Fiat Chrysler darf die bereits gemeinsam getroffenen Vereinbarungen keinesfalls gefährden oder aufweichen, das gilt auch für die Arbeitsplatzgarantie bis 2023.“

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