Freisetzung von Gene Drive-Organismen verhindern

Auf Antrag Hessens hat der Bundesrat mit deutlicher Mehrheit eine besondere Sorgfalt und ein hohes Sicherheitsniveau bei der Arbeit mit Gene Drive-Organismen im Labor gefordert. Gene Drive-Organismen sind gentechnisch so verändert, dass sie nicht nur ihr verändertes Erbgut, sondern auch den zugrundeliegenden Manipulationsmechanismus an alle Nachkommen weitergeben und die natürliche Geschwindigkeit der Evolution dadurch extrem beschleunigen. Einmal in die Umwelt entlassen, können sie so ganze Populationen von Pflanzen oder Tieren irreversibel verändern oder ausrotten. Ausdrücklich unterstützt der Bundesrat die hierzu vom Europäischen Netzwerk der gentechnikfreien Regionen formulierten Vorbehalte. Unter dem Vorsitz der hessischen Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser hatte das Netzwerk in seiner Berliner Erklärung vom September des vergangenen Jahres bereits gefordert, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Freisetzung von Gene Drives in unsere Umwelt zu verhindern. „Über die Unterstützung unserer europaweit mit 64 Regionen abgestimmten Position zu dieser wichtigen Frage der Gentechnik freue ich mich besonders“, erklärte Tappeser, seit 2017 auch Präsidentin des Europäischen Netzwerks der gentechnikfreien Regionen.

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