Frankfurt-Darmstadt erste Radschnellverbindung Hessens

Der Bau von Hessens erster Radschnellverbindung hat begonnen. Der erste Bauabschnitt wird bis Frühjahr 2019 fertiggestellt. Er misst zwischen Egelsbach, Erzhausen und Darmstadt-Wixhausen 3,64 km und wird voraussichtlich 4,34 Mio. Euro kosten. Das gesamte Projekt wird bis Frankfurt reichen.

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Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir
Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir

„Das Fahrrad wird immer mehr zum Verkehrsmittel für Alltag und Arbeit – auch überörtlich“, stellte der Verkehrsminister fest. „Diesem Trend bahnen wir gerne den Weg. Hessens erste Radschnellverbindung soll viele Berufspendler dazu bewegen, im wahrsten Wortsinn umzusatteln, denn künftig soll man auch aus dem Umland schnell, bequem und sicher auf zwei Rädern in die Innenstädte gelangen.“

Zum Spatenstich waren Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und Behörden nach Egelsbach gekommen. Gebaut wird die insgesamt 30 km lange, asphaltierte und beleuchtete Strecke in fünf Abschnitten. Die restlichen Abschnitte sollen bis 2022 umgesetzt werden. Die Finanzierung erfolgt durch Investitionszuschüsse des Bundes, des Landes und der beteiligten Kommunen.

Meilenstein der Verkehrswende

Auch in anderen hessischen Ballungsräumen würden in den nächsten Jahren solche Verbindungen entstehen, führte der Minister aus. Sie schonten das Klima, verbesserten die Luftqualität und nutzten allen, auch den übrigen Verkehrsteilnehmern, denn sie entlasteten das Straßensystem. Der Radschnellweg Frankfurt – Darmstadt ist Vorbild für weitere Projekte in Hessen wie beispielsweise Verbindungen von Baunatal, Vellmar und Kaufungen nach Kassel, von Frankfurt nach Hanau sowie von Darmstadt nach Mannheim und Heidelberg.

Hervorragende und vorbildliche Kooperation mit allen Beteiligten

Nachdem der Regionalverband RheinMain 2015 die Machbarkeitsstudie erfolgreich abgeschlossen hatte, übernahm die Regionalpark Südwest gGmbH 2017 die Umsetzung des Projekts. „Dies war nur durch die hervorragende und vorbildliche Kooperation mit allen beteiligten Kommunen, dem Kreis Offenbach, den Behörden, den beauftragten Planungsbüros sowie dem zuständigen Ministerium möglich“, zeigte sich der Geschäftsführer der Regionalpark Südwest, Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel, sehr zufrieden, dass die Planungszeit des Abschnitts weniger als ein Jahr betragen habe. Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger aus Offenbach wies auf die vorbildliche Fahrradplanung im Kreis Offenbach hin und äußerte sich sehr erfreut, dass im Kreis Offenbach nunmehr auch die Radschnellverbindung umgesetzt wird. „Wir haben gerne unseren Beitrag hierfür geleistet!“