Fast jede und jeder Dritte in Hessen auf hohem Stand

In Hessen verfügten im vergangenen Jahr 32 Prozent der Bevölkerung im Alter von 25 bis 64 Jahren über einen hohen Bildungsstand. Dazu zählen sowohl Personen mit akademischen Abschlüssen als auch diejenigen mit Abschlüssen von Meister-, Techniker- und Fachschulausbildungen. Wie das Statistische Landesamt berichtete, war der Anteil so hoch wie in keinem anderen bundesdeutschen Flächenland. Lediglich in den Stadtstaaten Berlin und Hamburg besaßen mit 41 bzw. 36 Prozent relativ betrachtet mehr Menschen einen entsprechenden Abschluss. Der Wert für Deutschland lag bei 29 Prozent und damit deutlich unter dem OECD-Durchschnitt von 36 Prozent. Die Quoten der Bevölkerung mit einem mittleren Bildungsstand lagen 2017 in Hessen und Gesamtdeutschland bei 53 bzw. 58 Prozent, während der OECD-Durchschnitt 44 Prozent betrug. Zu den Personen mit einem mittleren Bildungsstand zählten diejenigen, die als höchsten Bildungsabschluss entweder über eine Hochschulzugangsberechtigung und/oder mindestens einen Berufsabschluss verfügen. Da das System der dualen Berufsausbildung in Deutschland gut ausgebaut ist, sind im internationalen Vergleich diese Quoten traditionell hoch. Die Anteile der Geringqualifizierten in Hessen und Gesamtdeutschland, die weder über eine abgeschlossene Berufsausbildung noch über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügen, lagen mit 15 bzw. 13 Prozent deutlich unter dem OECD-Wert von 22 Prozent.