Eva Kühne-Hörmann zum Internationalen Frauentag

Anlässlich des heutigen Internationalen Frauentages hat Justizministerin Eva Kühne-Hörmann die Anstrengungen der Justiz betont, Frauen und Mädchen besser vor Gewalttaten zu schützen. „Ob häusliche Gewalt, Sexualdelikte oder Stalking. Oft sind Frauen Opfer von schlimmsten Gewalttaten. Deshalb haben wir in den letzten Jahren sehr viele gesetzliche Änderungen mit dem Ziel beschlossen, Frauen besser zu schützen und Straftaten schneller und effizienter aufzuklären“, erklärte Kühne-Hörmann.

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Justizministerin Eva Kühne-Hörmann
Justizministerin Eva Kühne-Hörmann

2018 wurden in der hessischen Polizeistatistik hessenweit 8.927 Fälle im Bereich häusliche Gewalt registriert. Das sind fast 400 Fälle mehr als 2017. Aber auch in den Bereichen der sexuellen Nötigung oder Belästigung sind die Zahlen noch auf zu hohem Niveau (2018: Sexuelle Nötigung - 1.690 Verfahren, Sexuelle Belästigung – 935 Verfahren). Kühne-Hörmann: „Diese Zahlen wollen wir nicht akzeptieren. Natürlich können wir nicht jede Straftat verhindern, aber wir können alles dafür tun, dass wir diese Sachverhalte auf ein Minimum reduzieren. Wir haben uns deshalb als Landesregierung verpflichtet, noch stärker als bisher dafür Sorge zu tragen, dass die Opfer von Gewalt, insbesondere die Opfer von Sexualdelikten, Hassgewalt und häuslicher Gewalt, unsere Solidarität erfahren und schnell und unbürokratisch Hilfe erhalten.“

„Frauen sind kein Freiwild“, so Kühne-Hörmann weiter. „Weder verbal noch tatsächlich. Wir haben deshalb an verschiedensten Stellen Maßnahmen ergriffen, die Frauen vor Straftaten und geschlechtsbezogene Diskriminierung schützen sollen und Opfern von Straftaten sofortige Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen. Gerade im Präventionsbereich sind wir deshalb auch viele neue Wege gegangen.“ Kühne-Hörmann warb zudem dafür, bei entsprechenden Vorfällen, den Kontakt zur Justiz zu suchen.

Steigender Frauenanteil in der Justiz

Der Internationale Frauentag ist aber auch Anlass, auf vieles Erreichte stolz zu sein. So steigt der Frauenanteil in der Justiz seit Jahren steil an. Allein in den letzten Jahren wurden regelmäßig etwa 60 Prozent der neuen R1 Stellen mit Frauen besetzt. Das wirkt sich auch in den Führungspositionen der hessischen Justiz aus. So werden derzeit 7 der 16 Justizvollzugsanstalten von Frauen geführt. Die Staatsanwaltschaften Hanau, Marburg und Darmstadt haben weibliche Behördenleitungen, kürzlich wurde eine Frau Vize-Generalstaatsanwältin. Die IT-Stelle der hessischen Justiz ist ebenso frauengeführt wie viele andere wichtige Führungspositionen.

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