Etat steigt 2021 auf 4,3 Milliarden Euro

Das Land investiert im kommenden Jahr eine Rekordsumme in das Bildungssystem. „Mit guter Bildung legen wir seit jeher das Fundament für den Erfolg unseres Wirtschafts- und Forschungsstandorts“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz anlässlich der Vorstellung des Bildungshaushalts für das Jahr 2021 im Hessischen Landtag. „Deshalb nimmt sie zu Recht einmal mehr eine herausgehobene Stellung in unserem Landesetat ein.“

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Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Im kommenden Jahr investiere Hessen die Rekordsumme von 4,3 Milliarden Euro in das Bildungssystem und mache seine Schulen fit für die Zukunft des Lehrens und Lernens, so Lorz. „Ob bei der Lehrerversorgung, bei der Sprachförderung, beim Ganztagsausbau oder bei der Digitalisierung: Unsere Schulen profitieren auch im kommenden Jahr in erheblichem Maße von unseren Investitionen.“ Im Vergleich zum Vorjahr (4,195 Milliarden Euro) steigen die Investitionen um 106 Millionen Euro beziehungsweise 2,5 Prozent. Insgesamt werden den Schulen für die Umsetzung der schulpolitischen Schwerpunkte 1.156 Lehrerstellen zusätzlich zur Verfügung gestellt.

Hervorragende Lehrkräfteversorgung

Der fünfprozentige Aufschlag bei der Lehrerversorgung, den das Land den Schulen pauschal gewährt, hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt, das auch 2021 fortgeführt wird. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen erhalten die Schulen im kommenden Jahr gut 300 zusätzliche Lehrerstellen. Daneben intensiviere Hessen seine längerfristigen Anstrengungen zur Lehrkräftegewinnung durch die Bereitstellung von 100 zusätzlichen Stellen für Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst.

Einen besonderen Schwerpunkt wolle das Land zudem bei der Stärkung der Bildungssprache Deutsch legen. Für die Einführung verpflichtender Vorlaufkurse und die Ausweitung des Deutschunterrichts in der Grundschule halte das Land deshalb 310 zusätzliche Lehrerstellen vor. Wie schon in den Jahren zuvor spielt auch die Ausweitung der Betreuungsangebote im Ganztag eine wesentliche Rolle im Bildungshaushalt. Allein im Haushaltsjahr 2021 kämen 230 zusätzliche Stellen und sechs Millionen Euro in Sachmitteln hinzu, so Lorz.

Die geplante Entlastung der Schulleitungen von Verwaltungstätigkeiten ist ebenfalls Bestandteil des Haushalts. Die Corona-Pandemie habe noch einmal eindrücklich gezeigt, von welch herausragender Bedeutung Schulleitungen für die Organisation des Schulbetriebs seien. „Um Schulleitungen in ihrer täglichen Arbeit zu entlasten, stellen wir den Schulträgern über unser Programm ‚Starke Heimat Hessen‘ insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung, mit denen Verwaltungsfachkräfte eingestellt werden können“, erklärte Lorz.

Sondervermögen schafft Verlässlichkeit

Das Sondervermögen zur Bekämpfung der Auswirkungen der Corona-Pandemie, das nicht zum eigentlichen Bildungshaushalt zählt, hält für Schulen ebenfalls wichtige Investitionsmaßnahmen bereit. „Mit dem Sondervermögen federn wir die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unsere Schulen ab“, erläuterte Lorz. Allein für Schutzmaßnahmen in Schulen und Kindertageseinrichtungen stünden 75 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem nehme das Land in 2021 bis zu 100 Millionen Euro in die Hand, um die Unterrichtsversorgung im Klassenzimmer sicherzustellen, ermögliche Lehrkräften mit Investitionskosten in Höhe von 3,5 Millionen Euro weiterhin die regelmäßige anlasslose Testung auf eine Infektion mit dem Coronavirus, investiere knapp vier Millionen Euro in den Ausbau der landeseigenen digitalen Lehr- und Lernplattform („Schulportal Hessen“), unterstütze Schulen mit zwei Millionen Euro bei der Abwicklung abgesagter Klassenfahrten und finanziere die Fortführung der Ferienangebote für Schülerinnen und Schüler mit Nachholbedarf mit knapp 2,5 Millionen Euro. „Corona wird den Schulbetrieb aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr prägen. Deshalb ist es entscheidend, unseren Schulen in diesen herausfordernden Zeiten zur Seite zu stehen und die notwendigen Investitionen zu tätigen, damit weiterhin so viel Normalität wie möglich herrschen kann“, so Lorz.

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