Erfolgreicher Schutz für bedrohte Arten in Hessen

Umweltstaatssekretär Oliver Conz hat den Biodiversitätsbericht 2019 vorgestellt. „Im Vergleich zum Jahr 2013 ist der Anteil ökologisch bewirtschafteten Fläche von 11,4 Prozent auf 15,5 Prozent gestiegen“, so Conz. „Wir haben acht große Feldflurprojekte zum Schutz von Feldhamster, Rebhuhn und Co. auf den Weg gebracht. Zusätzlich wurde der Anteil der Naturwälder im Staatswald auf zehn Prozent erhöht. Das heißt, dort können sich ohne menschlichen Eingriff Naturwälder ungestört entfalten. Damit schaffen wir wieder Rückzugsorte für Schwarzstörche, Wildkatzen und Luchse. Der Anteil FSC-zertifizierter Waldflächen ist außerdem auf 44,5 Prozent gestiegen. Auch der Lebensraum im und am Wasser wird geschützt. Mit dem neuen Projekt ‚100 wilde Bäche‘ werden Fließgewässer wieder in ihren natürlichen Zustand versetzt. Insgesamt hat sich die Zahl der in Schutzgebieten umgesetzten Maßnahmen seit 2013 von 3.000 auf 7.500 mehr als verdoppelt.“ Der Biodiversitätsbericht ist aber nur eine Zwischenstation auf einem langen Weg, den Reichtum an Tier- und Pflanzenarten in Hessen zu bewahren und dem Artenschwund zu begegnen. Dafür sind weitere Anstrengungen erforderlich. „Eine Trendumkehr wird uns nur gelingen, wenn Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft in Programmen und Einzelprojekten weiter vertrauensvoll zusammenarbeiten“ sagte Conz.

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