Eindämmung der SARS-CoV-2-Infektionen in Hessen

Weitere Erkenntnisse über SARS-CoV-2 sind nach den Worten von Sozialminister Kai Klose notwendig. Hessen kooperiere deshalb mit Forscherinnen und Forschern des Universitätsklinikums Frankfurt.

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Sozialminister Kai Klose
Sozialminister Kai Klose

„Es treten immer wieder Infektionsherde auf, die zeigen, dass das Virus weiterhin aktiv und gefährlich ist“, sagte Klose. „Ich appelliere deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, die Infektionsgefahr weiterhin ernst zu nehmen und sich und alle anderen vor Ansteckung zu schützen.“ Klose verwies auf den Mindestabstand von 1,5 Metern und Hygieneempfehlungen wie häufiges Händewaschen und die Nies-Husten-Etikette. „Tragen Sie bitte einen Mund-Nasen-Schutz überall dort, wo er vorgeschrieben ist oder die Möglichkeit besteht, dass der Mindestabstand nicht gewahrt werden kann.“

Hessen übernimmt Verdienstausfall für Beschäftigte

Für Eltern, die wegen geschlossener Schulen und Kitas zu Hause bleiben und deshalb Einkommenseinbußen hinnehmen mussten, ersetzt das Land Hessen diesen Verdienstausfall, der bislang von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern vorgeleistet wurde.

Die Zahlungen werden den Arbeitgebern vom Land ersetzt, Selbständige erhalten eine Direktzahlung. Aufwendungen zur sozialen Absicherung werden ebenfalls übernommen. Ende Mai hat der Deutsche Bundestag die Bezugszeit für einen Verdienstausfall wegen der Schließung von sechs auf zehn, bei Alleinerziehenden sogar auf zwanzig Wochen verlängert. Für die Zeit der Schließung von Schulen und Kitas erhält das Elternteil, das zu Hause geblieben ist oder bleibt, aufgrund der bundesgesetzlichen Entscheidung für Zeiträume ab dem 30. März eine Entschädigung. In den ersten sechs Wochen beträgt sie 67 Prozent des entgehenden Netto-Entgelts. Außerdem werden in beiden Fällen Aufwendungen für die fortbestehende soziale Absicherung in der Kranken- und Rentenversicherung übernommen. Der Anspruch kann eingeschränkt werden, wenn Überstunden oder Urlaub für die Kindererziehung genommen wurde oder hätte genommen werden können. Für die Anträge ist hessenweit das Regierungspräsidium Darmstadt zuständig.

SAFE-KiDS Studie

Weiter stellte Klose eine bevorstehende Studie zum Coronavirus vor. „Die Erforschung von SARS-CoV-2 ist grundlegend für den künftigen Umgang mit dem Virus. Hessen kooperiert deshalb mit Forscherinnen und Forschern des Universitätsklinikums Frankfurt, um mehr darüber zu erfahren, wie sich das Virus ausbreitet und Infektionen verlaufen – insbesondere bei Kindern.“

Es ist derzeit noch ungewiss, welchen Anteil Kinder an der Verbreitung des Virus haben. Infektionen verlaufen bei ihnen meist mild oder asymptomatisch. Das Sozialministerium startet deshalb gemeinsam mit dem Institut für medizinische Virologie der Goethe Universität Frankfurt die „SAFE-KiDS Studie“. Für die Studie sind aktuell Landeszuwendungen in Höhe von mehr als 270.000 Euro veranschlagt.

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