Digitalisierung der Schulen nimmt Fahrt auf

Der Hessische Landtag hat das „Gesetz zur Förderung der digitalen kommunalen Bildungsinfrastruktur“ angenommen. Es baut auf dem im Frühjahr zwischen Bund und Ländern verabschiedeten DigitalPakt auf und ebnet Hessens Schulen den Weg in die digitale Zukunft des Lehrens und Lernens. „Jetzt geht es darum, dass die knapp 500 Millionen Euro auch zügig an unseren Schulen ankommen“, sagte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.

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Prof. Dr. R. Alexander Lorz

„Die Verabschiedung des Gesetzes durch den Hessischen Landtag ist der entscheidende Schritt auf dem Weg zur Ausstattung unserer Schulen mit modernsten Geräten und IT-Infrastruktur“, so Lorz weiter. „Ich freue mich, dass unser Programm ‚Digitale Schule Hessen‘ die parlamentarische Hürde genommen hat und nun in der Praxis starten kann. Noch in diesem Jahr sollen Anträge gestellt werden können.“

Das Programm baut auf der Vereinbarung mit dem Bund auf und erweitert das Fördervolumen durch eine Erhöhung der vorgeschriebenen Eigenbeteiligung auf 25 Prozent deutlich. „Das ist mehr als das Doppelte dessen, was wir nach der Vereinbarung mit dem Bund leisten müssten“, erklärte Lorz. „Hieran zeigt sich exemplarisch, welch hohen Stellenwert die digitale Ausstattung unserer Schulen für uns hat.“ Unabhängig von der finanziellen Ausgangslage der Schulträger stehen dadurch in den kommenden fünf Jahren annähernd 500 Millionen Euro und somit rund 540 Euro für jede Schülerin und jeden Schüler zur Verfügung.

Die Finanzhilfen sollen unter anderem in schulisches WLAN und die Ausstattung von Unterrichtsräumen mit Präsentationstechnik fließen. Auch der Ausbau des Schulportals zu einem landesweiten Cloudangebot für die Schulen soll gefördert werden. Daneben treibt Hessen die Glasfaseranbindung seiner Schulen kontinuierlich voran.

Ergänzung durch gezielte Fort- und Weiterbildung

Lorz hatte bereits im März betont, dass die Ausstattung der Schulen durch eine gezielte Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte ergänzt werden müsse. „Die digitale Infrastruktur allein sorgt noch für keinen besseren Unterricht. Erst wenn die drei Faktoren pädagogisches Konzept, gut ausgebildete Lehrkräfte und zeitgemäße Ausstattung ineinandergreifen, wird die Digitalisierung unserer Schulen gelingen und für den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen einen echten Mehrwert bedeuten. Unter diesem Fokus haben wir bereits vor zwei Jahren die Medienbildung als prioritäres Thema der Beratungs- und Fortbildungsmaßnahmen des Landes verankert und setzen in allen Ausbildungsphasen einen Schwerpunkt bei der Qualifizierung unserer Lehrkräfte.“

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