Debatten auf wissenschaftlicher Grundlage führen

Wissenschaftsministerin Angela Dorn hat vor Corona-Debatten auf Basis von Halbwissen und Lügen gewarnt. Wissenschaftsfeindliche Positionen können dazu führen, dass Menschen die zur Eindämmung der Corona-Pandemie nötigen Verhaltensregeln missachten, und damit zu einer Verlängerung der Pandemie und der Beschränkungen beitragen. „Es ist gut und richtig, über den besten Weg aus der Krise zu streiten“, sagte Dorn. „Es ist aber brandgefährlich, das auf der Basis von Glauben, Halbwissen, Propaganda und Lügen zu tun statt auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Wir haben das Mittelalter mit Hunger, Pest und Hexenverfolgung hinter uns gelassen, weil wir gelernt haben, auf die Wissenschaft zu hören. Wir können ins Weltall fliegen, Armut verringern und Krankheiten bekämpfen, weil wir Wissenschaft betreiben. Wir leben so gut, wie wir leben, weil wir in einer Wissensgesellschaft leben.“ Während das Vertrauen in die Wissenschaft Umfragen zufolge 2020 deutlich gestiegen sei, würden zugleich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Ziel von Hass und Drohungen. „Es ist an uns Politikerinnen und Politikern, zu sagen, wer für Entscheidungen verantwortlich ist: wir. Deshalb müssen wir den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Rücken stärken und eine gemeinsame Antwort der Demokratinnen und Demokraten auf Anfeindungen geben.“

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