Coronavirus ist kein Anlass für Ausgrenzung

Derzeit häufen sich Medienberichte über diskriminierendes Verhalten gegenüber Menschen mit asiatischem Aussehen, die aus Angst vor dem Coronavirus in diesen Tagen besonders mit Ablehnung und Rassismus konfrontiert seien. Sozialminister Kai Klose rief zur Besonnenheit auf. „Wir alle sollten ständig kritisch hinterfragen, wie wir anderen begegnen“, so Klose. „Es gibt grundsätzlich nie eine Rechtfertigung dafür, Menschen aufgrund ihrer vermeintlichen Herkunft auszugrenzen.“ Mit Blick auf die aktuellen medizinischen Einschätzungen betonte Klose, dass das Coronavirus kein Anlass zur Panik oder vielleicht auch unbewusste Reflexe sei. „Bisher sind überwiegend Menschen am neuen Coronavirus erkrankt, die einen Bezug zur Krisenregion Wuhan/Hubei aufweisen – also eine entsprechende Reiseanamnese haben“, sagte Prof. Sandra Ciesek, Direktorin der Medizinischen Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und der Herkunft der Menschen. Ein europäischer Reiserückkehrer aus Wuhan wäre nach unserem aktuellen Wissensstand beispielsweise genauso stark gefährdet, sich mit dem neuen Coronavirus zu infizieren, wie ein chinesischer.“ Hygienische Maßnahmen, die vor der Influenza schützen, seien auch beim Schutz vor dem Coronavirus wirksam. Als Schutz vor einer Ansteckung empfiehlt das Robert-Koch-Institut, auf eine gute Handhygiene zu achten, Husten- und Niesetikette einzuhalten und Abstand zu Erkrankten zu halten. Diese Maßnahmen gelten gleichermaßen für Influenza.

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