Bereits 18.000 Anträge bewilligt

In Hessen wurden seit dem 30. März bereits 79.000 Anträge auf Soforthilfe gestellt und 18.000 bewilligt. Das heißt: Insgesamt sind 180,2 Millionen Euro Soforthilfe an Kleinunternehmen, Freiberufler und Solo-Selbständige ausgezahlt worden.

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Die Informationsseite des Wirtschaftsministeriums im Internet
Die Informationsseite des Wirtschaftsministeriums im Internet

Ein Teil des Geldes ist auch schon auf den Konten der Antragsteller eingegangen. Damit wir noch mehr Betriebe unterstützen können, die unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie wirtschaftlich leiden, werden auch am Wochenende insgesamt 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die eingehenden Online-Anträge prüfen – täglich von 6 bis 24 Uhr. „Wir sind froh, dass wir so zügig helfen können und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise abfedern können“, sagten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Innenminister Peter Beuth sowie Finanzstaatssekretär Dr. Martin Worms.

„Die Systeme sind stabil, derzeit kommt es, wenn überhaupt noch, nur zu sehr kurzen Wartezeiten“, sagten Al-Wazir, Beuth und Worms. Sie appellierten an diejenigen, die noch einen Antrag stellen wollen: „Nutzen Sie unsere Anleitung zum Ausfüllen des Formulars. Das beschleunigt die Bewilligung. Viele Anträge, die wir erhalten, sind nicht vollständig und können daher nicht so zügig bearbeitet werden.“

Personal zur Bearbeitung mehr als verdoppelt

Wegen der hohen Zahl an eingereichten Anträgen auf Soforthilfe wurde das Personal zur Bearbeitung mehr als verdoppelt: „Kein Antragssteller muss sich Sorgen machen, dass sein Fall nicht rasch bearbeitet wird. Es sind jetzt alle drei Regierungspräsidien im Einsatz, um die Bewilligung und Festsetzung noch weiter zu beschleunigen. Insgesamt 700 Frauen und Männer aus den drei Regierungspräsidien arbeiten unter Hochdruck, damit die Soforthilfe schnell dort ankommt, wo sie dringend benötigt wird“, sagte Innenminister Peter Beuth. Er wies auch noch einmal darauf hin, dass Anträge zwischen 6 Uhr morgens und 24 Uhr abgegeben werden können, auch am Wochenende.

„Das erste Geld der Soforthilfe ist da, wo es hingehört, um die Krise zu lindern: auf den Konten etwa von Freiberuflern, Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmen. Wir liefern die Hilfe von Land und Bund schnell. Wer aber noch keinen Antrag gestellt hat, muss nicht in Sorge sein. Das Geld wird in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt und kommt den Antragstellenden zugute, egal ob sie es heute, morgen oder erst in den kommenden Wochen beantragen“, sagte Worms.

Falls es bei den kleinen Betrieben und Solo-Selbstständigen neben der Soforthilfe zusätzlichen Bedarf an finanzieller Unterstützung des Betriebs gebe, komme zudem eines der neuen zinsgünstigen Darlehensprogramme der landeseigenen Förderbank, der WIBank, in Frage, so Al-Wazir. „Es gab viele Anfragen von kleinen Unternehmen, Selbstständigen und Start-ups, so dass gemeinsam mit dem Finanzministerium und der WIBank das bewährte Hessen-Mikrodarlehen auf die Bedürfnisse und die Situation der Betroffenen angepasst wurde.“ Das neue Darlehen Hessen-Mikroliquidität verschafft zu einem Zinssatz von 0,75 Prozent zusätzliche Liquidität, und zwar ohne weitere Gebühren oder Kosten. Es sind zudem keine Sicherheiten nötig. „Am wichtigsten ist in der derzeitigen Situation, dass diejenigen, denen die Einnahmen weggebrochen sind, ihre Rechnungen begleichen können und Betriebsmittel erhalten. Denn dann können sie, wenn die Einschränkungen im Wirtschaftsleben wieder langsam gelockert werden, ihre Geschäfte wieder aufnehmen“, sagte Al-Wazir.