Arzneimittelstrategie der Europäischen Kommission

Sozialminister Kai Klose begrüßt, dass die Europäische Kommission die Arzneimittelversorgung mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket verbessern möchte. „Ein wohnortnaher Zugang zu qualitativ hochwertiger medizinischer Gesundheitsversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der Daseinsvorsorge“, sagte Klose. „Dazu gehört natürlich ebenfalls die Sicherstellung der Medikamentenversorgung in einer globalisierten Welt.“ Auch wenn die einzelnen vorgeschlagenen Maßnahmen noch ausführlich geprüft werden müssten, gehe die Kommission wichtige und richtige Fragen an. „Der Zugang zu erschwinglichen und hochwertigen Arzneimitteln ist eng verknüpft mit ihrer weltweiten Entwicklung und den internationalen Lieferketten. Schließlich legen viele Arzneimittel einen weiten Weg zurück, bevor sie in der örtlichen Apotheke ankommen. Daher haben Maßnahmen in diesem Bereich eine direkte Auswirkung auf uns in Hessen.“ Die Europäische Kommission hat eine Strategiepräsentiert, mit der sie den Zugang zu erschwinglichen Arzneimitteln, die Entwicklung neuer Arzneimittel sowie die Themen Lieferketten und Wettbewerbsbedingungen in dem Sektor angehen möchte. Als besondere Herausforderungen werden darin die digitalen Gesundheitsdaten, die Nachhaltigkeit der Arzneimittelproduktion, die Förderung der strategischen Autonomie und diversifizierter Lieferketten sowie die Durchsetzung einheitlicher Wettbewerbsbedingungen für alle Anbieter auf dem EU-Markt adressiert. Erklärtes Ziel von Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides ist, die Abhängigkeit von Einfuhren aus Drittländern abzubauen. Zudem soll der Zugang zu neuen Medikamenten und Therapien verbessert werden. Durch die Vernetzung von Versorgung, Forschung und Wirtschaft strebt die Europäische Kommission an, Europa als Gesundheitsstandort zu stärken.

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