Archiv der Deutschen Bank national wertvolles Kulturgut

Das hessische Verzeichnis national wertvollen Kulturguts ist um einen Eintrag reicher: Zentrale Bestände aus dem Historischen Archiv der Deutschen Bank zählen jetzt dazu. Wie Wissenschaftsministerin Angela Dorn mitteilte, ist diese Erweiterung im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Das Archiv besteht seit 1961 und umfasst Quellen zur Geschichte der Deutschen Bank seit Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit der Eintragung in das Verzeichnis werden Kulturgüter besonders geschützt – zum Beispiel vor Beschädigung und Abwanderung ins Ausland. „Die Dokumente ermöglichen einen umfassenden Einblick in die fast 150-jährige Geschichte eines der wichtigsten Bankinstitute der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Vorgängerstaaten“, so Dorn. Im Archiv lagern unter anderem Dokumente zur Finanzierung von Staatsprojekten wie der Bahnverbindung Istanbul-Bagdad im Osmanischen Reich. Zeugnisse der Industriegeschichte, etwa Unterlagen zur Gründung von Firmen wie AEG oder Mannesmann, sind hier ebenso zu finden wie Dokumente zu Filmfinanzierungen – etwa zum expressionistischen Stummfilm „Metropolis“ aus den 1920er Jahren, der als erster Film ins UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen wurde. Einen wichtigen Forschungsschwerpunkt bildet auch die Arbeit der Deutschen Bank zur Zeit des Nationalsozialismus. Hierzu wurden Studien herausgebracht, etwa zum Thema „Arisierungen“ und Goldtransaktionen während des Zweiten Weltkrieges.

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