60.500 Bienenvölker leben in Hessen

In Hessen leben aktuell 60.500 Bienenvölker, wie Umweltministerin Priska Hinz beim 50. hessischen Imkertag mitteilte. 2008 waren es nur 48.000. Dass die Zahl der Honigbienen ansteige, dürfe jedoch nicht den Blick auf die Probleme bei den wildlebenden Verwandten trüben. „Von den 550 Wildbienenarten in Deutschland sind laut Roter Liste mehr als die Hälfte gefährdet oder vom Aussterben bedroht“, erklärte Hinz. Deshalb sei das gemeinsame Engagement bei der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ so wichtig. Allein 2018 konnten im Rahmen der Kampagne 60.000 Euro an finanzieller Unterstützung an Imkervereine ausbezahlt werden, die unter anderem in die Anlage von Blühflächen flossen. Insgesamt wurden durch die Kampagne und das Programm zur Förderung einer besonders nachhaltigen Landwirtschaft in Hessen 3.000 Hektar Blühstreifen angelegt. Diese kommen Honigbienen, Wildbienen und anderen Insekten zugute. „Ohne Insekten ist unser gesamtes Ökosystem in Gefahr, mit gravierenden Folgen für die Natur und den Menschen. Pflanzen werden nicht bestäubt und können keine Früchte bilden. Vögel verlieren ihre Nahrung und dann auch ihren Nachwuchs“, so Hinz. Doch nicht nur die Landwirtschaft müsse bienen- und insektenfreundlicher werden. Auch in den Kommunen und den Gärten gebe es viel zu tun. Für die Förderung von Erzeugung und Vermarktung von Honig stellt Hessen jährlich 105.000 Euro bereit, die um die gleiche Summe an Fördergeldern aus der EU ergänzt werden.

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