60 hessische Moore werden renaturiert

Mit der Renaturierung von Niedermooren leistet Hessen nach den Worten von Umweltministerin Priska Hinz einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz in Hessen. „Sie sind meist sehr klein und doch für uns Menschen unersetzlich: Niedermoore sind Lebensraum für eine Vielzahl bedrohter Pflanzen- und Tierarten und gleichzeitig Weltmeister im CO2 speichern“, sagte Hinz. „Deshalb wollen wir in den nächsten Jahren in Hessen 60 Niedermoore renaturieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz leisten.“ Die Niedermoore in Hessen sind stark gefährdet. Von 155 bekannten Niedermooren sind 39 Gebiete bereits zerstört. Bei insgesamt 27 Gebieten besteht akuter Handlungsbedarf, um sie vor einem Verlust zu retten. Auch die restlichen 89 Niedermoore benötigen Schutz. Weltweit enthalten Moore mehr Kohlenstoff als alle Wälder dieser Erde zusammen. Sie bedecken zwar nur drei Prozent der Landoberfläche, binden jedoch ein Drittel des terrestrischen Kohlenstoffs. Moore wurden vom Mensch bereits in früheren Zeiten entwässert, der Torf abgestochen, das Land für die Landwirtschaft nutzbar gemacht und die Moorböden dadurch teils großflächig zerstört.

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