37 Millionen Euro Bundesmittel für digitale Ausstattung

Gute Nachrichten für Schülerinnen und Schüler, die sich aufgrund einer fehlenden digitalen Ausstattung in ihrem Elternhaus derzeit nicht mit den Lehrkräften und den Klassenkameraden für das Lernen zu Hause vernetzen können: Land und Kommunen werden diesen künftig Laptops, Notebooks oder Tablets zur Verfügung stellen.

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Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz
Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz

Möglich macht dies ein Soforthilfeprogramm des Bundes über 500 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und die Erstellung professioneller Online-Lehrangebote an Schulen. Das erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz im neuen Podcast der Landesregierung „Nach Sieben im Hotel Rose“.

„Die 500 Millionen Euro sind dazu gedacht, dort Lücken zu schließen, wo die digitale Erreichbarkeit von Schülerinnen und Schülern nicht gegeben ist.“, sagte Lorz. „Das heißt, es geht um die Anschaffung digitaler Endgeräte.“ Diese würden dann als Dauerleihgabe an bedürftige Schülerinnen und Schüler ausgegeben. Hessen erhalte aus diesem Programm insgesamt 37 Millionen Euro. Lorz erklärte, dass derzeit noch Gespräche mit dem Bund über die konkrete Ausgestaltung liefen und darüber, inwiefern die Länder zusätzlich eigene Mittel einbringen könnten, wie dies Hessen derzeit auch schon beim Programm „Digitale Schule Hessen“ mache. „Ich hoffe, dass wir zu einem schnellen Ergebnis kommen.“

Schulferien finden wie geplant statt

Lorz betonte, dass der Unterricht von zuhause aus die Schulen noch eine Weile begleiten werde. „Wenn wir alle Schülerinnen und Schüler schon bald wieder in der Schule unterrichten wollen, dann geht das bei Beachtung der Abstandsregeln derzeit nur in einer Art ‚Schichtunterricht‘, bei dem sie sich an speziellen Tagen mit ihren Lehrkräften austauschen und treffen, um neue Aufträge entgegen nehmen zu können. Wir werden eine ganz neue Form des gemischten Unterrichtens einführen – teils Schule, teils zu Hause“, erklärte Lorz. Dabei werde es eine Ausgewogenheit zwischen Präsenzunterricht und weiterem Lernen zu Hause geben müssen.

Im Podcast versicherte Lorz, dass die Schulferien in Hessen wie geplant stattfinden sollen und keine Kürzungen vorgesehen seien. „Ein bisschen Erholung kann uns allen nicht schaden in dieser Krise.“ Er stellt analog zu dem bereits etablierten Format der Ostercamps Zusatzangebote für Schülerinnen und Schüler in Aussicht, die einen besonderen Nachholbedarf haben. Die Zeit zwischen den Sommer- und Herbstferien solle genutzt werden, um alle Schülerinnen und Schüler wieder auf einen einheitlichen Stand zu bringen, von dem aus man weiterarbeiten könne.

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