„Zukunft gestalten“

Umweltministerin Priska Hinz hat die Eckpunkte des „Aktionsplans für die Ländlichen Räume“ vorgestellt. Darin stehen gleichwertige Grundversorgung in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Daseinsvorsorge, Mobilität und Gesundheit im Mittelpunkt.

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Umweltministerin Priska Hinz
Umweltministerin Priska Hinz

Der Aktionsplan solle die Potenziale der mehr als 400 Kommunen und deren knapp 2.200 Dörfer weiter erschließen und unterstützen, so Hinz. „Zukunft gestalten, nicht verwalten ist das Ziel. Beim Aktionsplan stehen unter anderem folgende Themen im Vordergrund: Arbeiten auf dem Land, Wohnen auf dem Land, Daseinsvorsorge, Mobilität und Gesundheit.“

Flächendeckende Internetversorgung

Beim Thema Arbeit wird eine flächendeckende Internetversorgung zentral sein. „Es darf in Hessen keine weißen Flecken mehr geben. Bis 2025 wollen wir Hessen mit gigabitfähigen Infrastrukturen versorgen. Die Markteinführung des kommenden 5G-Mobilfunkstandards soll ab 2020 beginnen“, sagte Hinz. Neben einer flächendeckenden Internetversorgung spielt die Entwicklung der Dorfkerne für viele Kommunen eine große Rolle. „Unser Ziel ist es, das Herz der Kommunen, die Ortskerne, lebendig zu halten. Innen- vor Außenentwicklung ist unsere Devise. Dabei gilt es auch, gerade ältere Menschen bei dem barrierefreien Umbau ihrer Immobilien zu unterstützen.“

Gute Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr

„Für Pendler wollen wir gute Verbindungen des öffentlichen Nahverkehrs in die Ballungsgebiete und klimafreundlichen Verkehr innerhalb der ländlichen Räume. Deswegen sind zur Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken aktuell zwei Machbarkeitsstudien für die Odenwaldbahn und die Aartalbahn in Arbeit. Außerdem unterstützen wir weiterhin innovative Mobilitätsangebote wie Bürgerbusse, Kombibusse oder Sharingsysteme“, so Hinz.

Gesundheit und Pflege

Gesundheit und Pflege gehören ebenfalls zu den Schlüsselthemen der Ländlichen Räume. „Wir wollen, dass allen werdenden Müttern ein wohnortnahes Angebot an Geburtshilfe zur Verfügung steht. Deshalb wollen wir mit einem Zukunftsprogramm Geburtshilfe die Hebammenversorgung stärken. Auch kommunale Gesundheitszentren, medizinische Versorgungszentren und Zweigpraxen sind für die medizinische Versorgung in den Städten und Gemeinden wichtig. Die Einführung einer Landarztquote beim Zugang zum Studium soll Medizinstudierende für eine Arbeit auf dem Land gewinnen“, so Hinz.

Förderrichtlinie für die Dorf- und Regionalentwicklung

Auch die Wirtschaft in den Ländlichen Räumen wird durch verschiedene Programme gefördert. Vor wenigen Wochen wurde die neue Förderrichtlinie für die Dorf- und Regionalentwicklung fortgeschrieben. Sie beinhaltet zusätzliche Förderangebote und deutlich verbesserte Förderkonditionen für Kleinstunternehmen der Grundversorgung und des Gastgewerbes wie beispielsweise Dorfgasthäusern. In der Regionalentwicklung hat sich die Förderung positiv auf dem Arbeitsmarkt ausgewirkt: Im Rahmen der 147 Bewilligungen an private Kleinstunternehmer konnten fast 70 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Außerdem werden zukünftig kleinere Förderbedarfe mit den so genannten „Regionalbudgets“ unbürokratischer als bisher abgewickelt.

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