„Ziel ist, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“

Bis 2040 werden nach den Worten von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir 367.000 zusätzliche Wohnungen gebraucht. Al-Wazir stellte die aktuelle Wohnungsbedarfsprognose vor, die das Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) erstellt hat. Die Prognose stellt dem Bedarf bis 2040 auch den durchschnittlichen Zubau an Wohnungen im Zeitraum zwischen 2012 und 2017 gegenüber. Um den vom IWU errechneten Bedarf bis 2040 zu decken, müssen jährlich im Durchschnitt 16.000 Wohnungen in Hessen zusätzlich geschaffen werden. Bleibt die durchschnittliche Wohnungsbautätigkeit der Jahre 2012 bis 2017 künftig auf demselben Niveau, kommen jährlich unter dem Strich 16.500 neue Wohnungen hinzu. „Auf ganz Hessen gerechnet könnte man daher sagen: Wir sind im Soll“, sagte Al-Wazir. Allerdings seien Wohnungsbestand und -neubau und Bedarf regional unterschiedlich verteilt. Während es vor allem in Mittel- und Nordhessen zum Teil mehr Wohnraum gebe als gebraucht wird, gebe es in Südhessen weiterhin eine Lücke. „Das Ziel der hessischen Wohnungspolitik ist, bezahlbaren Wohnraum zu erhalten und zu schaffen“, sagte Al-Wazir. „Das erreichen wir durch kurzfristige Maßnahmen wie den Zukauf von Belegungsrechten oder regulatorische Instrumente wie die Mietpreisbremse. Mittel- und langfristig aber müssen Wohnungen gebaut werden, und zwar dort, wo die Wohnungsmärkte angespannt sind. Insgesamt 2,2 Milliarden Euro stellen wir für den geförderten Wohnungsbau bis 2024 zur Verfügung, das sind Rekordmittel.“

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