„Wir halten den Druck auf Rechtsextremisten hoch“

Die Besondere Aufbauorganisation (BAO) Hessen R hat hessenweit mehrere Wohnungen durchsucht. Bei den schon länger geplanten Maßnahmen wurden unter Federführung des Landeskriminalamtes durch Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Frankfurt, Mittelhessen und Nordhessen neben Personen, die zuvor bereits im Bereich der politisch motivierten Kriminalität rechts aufgefallen waren, auch bei Personen durchsucht, die bislang keine Bezüge zur politisch motivierten Kriminalität rechts aufwiesen, jedoch wegen Verstößen gegen das Waffenrecht in das Blickfeld der Ermittler geraten waren. „Auch in Pandemie-Zeiten halten wir den Druck auf Rechtsextremisten hoch“, sagte Innenminister Peter Beuth. „Wir werden unseren Kampf gegen den Extremismus mit aller Entschlossenheit fortsetzen. Die heutigen Maßnahmen zeigen, dass die hessischen Sicherheitsbehörden wachsam und handlungsfähig sind. Damit lassen wir im Kampf gegen den Rechtsextremismus Taten sprechen. Außerdem gehen wir gezielt gegen illegalen Waffenbesitz vor.“ Bei den Durchsuchungen seien neben rechtsextremistischen Devotionalien auch Schuss- und Kriegswaffen sichergestellt worden. Insgesamt waren rund 90 Polizisten im Einsatz, darunter auch Spezialeinheiten. Hessenweit sind seit der Bildung der BAO Hessen R im Juli 2019 über 60 Durchsuchungen durchgeführt worden. Dabei wurden rund 1.500 Gegenstände sichergestellt, darunter eine Vielzahl an Waffen, Sprengstoff und sogenannten „NS-Devotionalien“.

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