„Wer ‚H‘ sagt, muss auch ‚A‘ sagen“

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir sieht Wasserstoff als ein wichtiges Element eines klimafreundlichen Energiesystems. Diese Funktion könne Wasserstoff aber nur bei einem Ausbau der Windkraft und anderer erneuerbarer Quellen übernehmen, sagte Al-Wazir. „Wasserstoff kommt nicht natürlich vor, er muss erzeugt werden und ist deshalb nicht von sich aus klima- und umweltfreundlich, sondern erst dann, wenn er aus regenerativen Energien gewonnen wird. Wer ‚H‘ wie Wasserstoff sagt, muss auch ‚A‘ wie Ausbau sagen – nämlich Ausbau von Wind- und Solarenergie.“ Wie Al-Wazir erläuterte, sind in Hessen in den vergangenen Jahren mehr als 100 Projekte zur Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie durchgeführt worden. Allein beim derzeit vorbereiteten Einsatz von Brennstoffzellenzügen im Taunusnetz summiert sich das gesamte Auftragsvolumen auf rund 500 Millionen Euro. Er kündigte eine Wasserstoffstrategie für Hessen an, die Hessens spezifische Kompetenzen mit nationalen und europäischen Zielsetzungen verknüpfen werde. Al-Wazir wies jedoch deutlich darauf hin, dass Wasserstoff ein knappes Gut ist, weil er unter hohem Energieaufwand gewonnen werden muss. „Wasserstoff wird es also nicht im Überfluss geben. Daher wird er nach meiner festen Überzeugung in den nächsten Jahrzehnten vor allem auf Anwendungsgebiete beschränkt bleiben, wo es keine andere klimafreundliche Lösung gibt – etwa in der Stahlerzeugung, im Luftverkehr oder im interkontinentalen Schiffsverkehr.“

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