„So viel Fördermittel wie lange nicht“

Wohnungsbau braucht nach den Worten von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir Fläche nicht nur in den Städten, sondern auch in deren Umland und an attraktiven, gut angebundenen Standorten in kleineren Kommunen der Rhein-Main-Region.

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Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir
Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir

„Aber nicht nur das Thema Fläche ist von Bedeutung, auch die Frage, welches sind die künftigen Siedlungs- und Wohnformen, die unseren Vorstellungen gerecht werden“, sagte Al-Wazir zu Beginn der vierten „Regionalen Bauland- und Infrastrukturkonferenz“ in Wiesbaden. Im hochverdichteten Ballungsraum Rhein-Main, mit Deutschlands Pendlerhauptstadt als Zentrum, lassen sich die Aufgaben der Stadtentwicklung und des Wohnungsbaus nicht mehr allein lokal lösen. Es bedarf regionaler und interkommunaler Zusammenarbeit sowie qualifizierter Planungsprozesse. Experten von der Bundesstiftung Baukultur, der Hessischen Landgesellschaft, aus Kommunen und von Wohnungsbaugesellschaften diskutierten auf der Konferenz die Herausforderungen für den Wohnungsbau.

Staatsminister Axel Wintermeyer, der Chef der Hessischen Staatskanzlei, erläuterte: „Nur, wenn wir vertrauensvoll, konstruktiv und über kommunale Grenzen und auch über Ländergrenzen hinweg kooperieren, können wir die Herausforderungen unserer Gegenwart und unserer Zukunft meistern. Aus diesem Grund haben wir im Januar 2018 das länderübergreifende Strategieforum gegründet, an dem Wirtschaft, Städte und Gemeinden sowie die Landesregierungen von Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf Augenhöhe miteinander über die Herausforderungen und Lösungsansätze der Metropolregion sprechen.“ Wintermeyer ist Vorsitzender des „Länderübergreifenden Strategieforums FrankfurtRheinMain“, einem Think-tank, der erstmals über Ländergrenzen hinweg strategische Leitlinien und Visionen für die gesamte Region entwickelt.

Der Bau von 22.000 Wohnungen wird unterstützt

„Von 2019 bis 2024 stehen so viel Fördermittel wie lange nicht bereit“, so Al-Wazir. „Für den Bau von etwa 22.000 Wohnungen mit langfristiger Mietpreisbindung insgesamt 2,2 Milliarden Euro.“ Die HA Hessen Agentur GmbH (HA) betreut im Auftrag der Landesregierung seit Mitte 2015 die „Allianz für Wohnen in Hessen“ und führt die Servicestelle Wohnungsbau. Sie verfolgt das Ziel, Strategien für guten und bezahlbaren Wohnungsbau in Hessen zu entwickeln und umzusetzen. Dazu zählt auch die qualitative und zukunftsfähige Weiterentwicklung der bestehenden Wohnquartiere und Wohnungsbestände.

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