„Schutz der Kinder im Vordergrund“

Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hat ihre Unterstützung für den aktuellen Gesetzentwurf zur Versuchsstrafbarkeit des Cybergroomings bekräftigt. „Es hat über ein halbes Jahrzehnt und drei Bundesjustizminister gedauert, bis sich das Bundesjustizministerium endlich zu einem eigenen Gesetzentwurf durchgerungen hat“, erklärte Kühne-Hörmann. „Zuvor hatte der Bundesrat, zuletzt im Oktober 2018, einen hessischen Gesetzentwurf zum Thema beschlossen, der nun weitestgehend von der Bundesregierung übernommen wurde. Ich habe dieses Zeitspiel gerade vor dem Hintergrund der vielen Opferkinder nie verstanden.“ Cybergrooming bedeutet, dass Erwachsene Kindern und Jugendlichen im Internet auflauern, um sie zu sexuellen Handlungen zu bringen. Das Thema ist deshalb so wichtig, weil sich Cybergrooming auf der Schwelle zwischen virtuellem und realem Missbrauch bewegt. „Um in diesem Dunkelfeld des Missbrauchs besser ermitteln zu können, ist die Einführung der Versuchsstrafbarkeit von Cybergrooming seit Jahren überfällig“, so Kühne-Hörmann.

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