„Im Kampf gegen die Flammen solidarisch“

Mehr als 190 hessische Katastrophenschützer mit 34 Einsatzfahrzeugen haben in Griechenland bei der Bekämpfung der Brände geholfen. Sie waren in der Region Arkadien auf der Halbinsel Peloponnes eingesetzt. Inzwischen sind die Helfer wieder zurückgekehrt.

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Innenminister Peter Beuth
Innenminister Peter Beuth

Ein hessisches Vorauskommando hatte zuvor die Einsatzvorbereitungen für die Einsatzkräfte getroffen und mit den Verantwortlichen des griechischen Zivilschutzes sowie den Vertretern der Europäischen Union Koordinationsgespräche geführt. Hessen stellt das größte Hilfeleistungskontingent in Griechenland. Das zweitstärkste wird von Rumänien mit 140 Kräften gestellt.

„Im Kampf gegen die Flammen in den Wäldern werden unsere 191 Frauen und Männer den Menschen auf der Halbinsel Peloponnes wertvolle Hilfe leisten und damit den Griechen solidarisch zur Seite stehen“, sagte Innenminister Peter Beuth. Die Einheiten bilden dabei verschiedene Module: Das Führungs-Modul steht unter Federführung der Feuerwehr Frankfurt, die insgesamt 26 Einsatzkräfte bereitstellt; diese stellt auch die Instandsetzungs- und Transporteinheit. Die 38 Einsatzkräfte aus Wiesbaden sind für die Bereiche Betreuung, Logistik und Sanitätswesen, 66 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie dem Odenwaldkreis bilden die erste Brandbekämpfungseinheit, die 46 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Offenbach, dem Wetteraukreis sowie dem Main-Kinzig-Kreis die zweite Brandbekämpfungseinheit. Darüber hinaus werden sie von 15 Helfern des Technischen Hilfswerks Hessen begleitet.

Sie alle bilden gemeinsam einen autarken Verband aus hessischen Waldbrandbekämpfern inklusive Sanitätern, einem Notarzt, Logistikern sowie Führungs- und Betreuungskräften. Das Land Hessen wird in Amtshilfe für den Bund tätig. Die Kosten des Einsatzes trägt der Bund; die Transportkosten werden von der Europäischen Union übernommen.

Das EU-Katastrophenschutzverfahren dient der Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten und weiterer teilnehmender Staaten im Bereich des Katastrophenschutzes. Wenn ein Katastrophenfall die Kapazitäten eines Landes übersteigt, kann es die am EU-Katastrophenschutzverfahren teilnehmenden Staaten um Hilfeleistung bitten. Der Einsatz von Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzes auch außerhalb Hessens ist praktizierte Solidarität mit den Betroffenen. Der hessische Katastrophenschutz ist für derartige Lagen sehr gut vorbereitet. Bereits über 1.200 Helferinnen und Helfer aus Hessen waren seit Mitte Juli in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz unterstützend tätig.

Waldbrände unter Kontrolle gebracht

Angesichts unkontrollierter Waldbrände hatte Griechenland über die EU am 6. August ein Hilfeleistungsersuchen gestellt. Deutschland hat durch die Beteiligung der hessischen und nordrhein-westfälischen Katastrophenschützer noch am selben Tag seine Hilfsbereitschaft erklärt. Ursprünglich war der Einsatz für die Dauer von bis zu zwei Wochen angelegt. Da sich zwischenzeitlich die Wetterlage in Griechenland änderte und die Waldbrandsituation zunehmend unter Kontrolle gebracht werden konnte, wurde die Einsatzdauer der internationalen Hilfeleistung nunmehr in Abstimmung mit Griechenland durch die EU verkürzt.

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