„Georg August Zinn war eine herausragende Persönlichkeit“

Vor 70 Jahren, am 10. Januar 1951, trat Georg August Zinn sein Amt als Hessischer Ministerpräsident an. „Die Verdienste des ehemaligen Hessischen Ministerpräsidenten Georg-August Zinn wirken bis heute nach“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier. Neunzehn Jahre lang lenkte der gebürtige Frankfurter die Geschicke des Landes und hinterließ dabei „große Spuren“, so Bouffier. Georg-August Zinn wirkte maßgeblich an der Ausgestaltung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Hessischen Verfassung mit. Insbesondere die „Hessenpläne“ seien ein Verdienst seines Amtsvorgängers, hob Bouffier hervor. Mit milliardenschweren Investitionsprogrammen für Soziales und Infrastruktur sei es unter Zinns Führung gelungen, dem vom Krieg stark zerstörten Land Hessen schnell und nachhaltig zu wirtschaftlicher Stärke zu verhelfen. Auch die von Georg August Zinn vertretenen menschlichen Werte, wie Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Kulturen, seien heute mehr gefragt denn je. Mit klugen Strategien der Integration und Wertevermittlung sowie dem von ihm ins Leben gerufenen Hessentag unter dem Motto „Hesse ist, wer Hesse sein will“ habe Zinn verbindende Elemente zwischen hessischen Bürgerinnen und Bürgern und fast einer Million Geflüchteten und Vertriebenen geschaffen. „Zinn legte damit einen Grundstein für den Dialog der Kulturen, auch dieses Erbe gilt es fortzuführen“, so Bouffier.

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