„Die Tat von Utøya ist in ihrer Grausamkeit kaum zu fassen“

Am 22. Juli 2021 jährte sich das Massaker auf der norwegischen Insel Utøya zum zehnten Mal. Dort richtete ein rassistischer Attentäter damals 69 junge Menschen regelrecht hin, die an einem Sommerlager der norwegischen AUF – der Jugendorganisation der norwegischen Arbeiterpartei – teilnahmen. Kurz zuvor hatte der rechtsextremistische Täter im Regierungsviertel der Hauptstadt Oslo eine Bombe gezündet, die acht Menschen das Leben kostete. „Die Tat von Utøya ist auch nach zehn Jahren in ihrer Grausamkeit kaum zu fassen. Der durch das Attentat verursachte Schmerz, das Leid und das Entsetzen machen die Reaktion der Norweger*innen darauf bis heute umso bemerkenswerter“, sagte Sozialminister Kai Klose. „Die norwegische Gesellschaft hat der Versuchung der Vergeltung widerstanden und auf eine entsetzliche Tat mit mehr Freiheit und mehr Solidarität reagiert. Der Attentäter ist mit seinem Ziel, einen rassistisch motivierten Kulturkampf auszulösen, gescheitert.“ Der Blick zurück auf den 22. Juli 2011 zeige, wie wichtig der Kampf für eine freie und offene Gesellschaft sei, so Minister Klose weiter – die Parallelen zu den kruden Theorien und feigen Morden anderer rechtsterroristischer Attentäter wie in Hanau, dem neun Mitbürgerinnen und Mitbürger am 19. Februar 2020 zum Opfer fielen, seien offensichtlich. „Wir trauern mit allen, die bei Anschlägen wie in Norwegen oder Hanau geliebte Menschen verloren haben. Wir werden die Opfer niemals vergessen und uns trotz des Schmerzes immer daran erinnern, dass Liebe stärker ist als Hass!“

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