„Die Häuser des Jugendrechts wirken“

Haus des Jugendrechts in Kassel eröffnet: Nach drei Einrichtungen in Frankfurt, einer in Wiesbaden und Offenbach ist es das erste in Nordhessen. Damit führt die Landesregierung ihre Strategie zur Bekämpfung der Jugendkriminalität fort. „Wir setzen damit ein klares Zeichen in Nordhessen – nur gemeinsam mit Justiz, Polizei und Stadt gelingt effektive Kriminalitätsbekämpfung“ sagte Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. „Über eine Million Euro werden in das Projekt investiert, wovon das Land Hessen rund drei Viertel der Kosten trägt. In dem Haus des Jugendrechts in Kassel sollen rund 16 Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen, drei Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie sieben Beschäftigte der Jugendgerichtshilfe unter einem Dach zusammenarbeiten. Mit den Häusern des Jugendrechts setzen wir konsequent um, was wir uns vorgenommen haben: Die Jugendkriminalität zu bekämpfen, ohne die oft sehr jungen Opfer und Täter aus dem Blick zu verlieren. Wir wollen und können hier Lebenswege beeinflussen – und müssen, wenn notwendig, auch ein klares Stoppzeichen aufzeigen. Unser Ziel ist es, kriminelle Karrieren im Keim zu ersticken. Deshalb ist es wichtig, dass die Strafe auf dem Fuße folgt. Die jüngsten Zahlen belegen, dass die Häuser des Jugendrechts wirken: Zwischen 2010 und 2020 sind die Ermittlungsverfahren in Jugendsachen um rund 27 Prozent zurückgegangen, auch die Anzahl der nach Jugendstrafrecht verurteilten Jugendlichen sank zwischen 2009 und 2019 um nahezu 50 Prozent.“

Hessen-Suche