„Das Primat des Pädagogischen“

Der digitale Wandel hat „weitreichende Folgen für unsere Arbeitswelt und für die Art, wie wir in Zukunft Wissen vermitteln werden“. Das erklärte der Präsident der Kultusministerkonferenz, Hessens Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, bei der Eröffnung des Bildungsforums des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien in Berlin. „Ein reflektierter und konstruktiver Umgang mit digitalen Medien ist für Schülerinnen und Schüler heutzutage genauso wichtig wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Es ist deshalb von entscheidender Bedeutung, Kinder und Jugendliche optimal auf ein Leben und Arbeiten in der digitalen Welt vorzubereiten.“ Bei der Einführung digitaler Medien müsse das Primat des Pädagogischen gelten, denn m Unterricht sei die Lehrkraft durch nichts zu ersetzen. Entscheidend sei nicht, wie häufig oder lange die digitalen Technologien genutzt, sondern dass sie didaktisch sinnvoll verknüpft werden. „Ich bin fest davon überzeugt, dass in den digitalen Technologien viele Möglichkeiten stecken, die zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem beitragen werden. Gleichzeitig kann die Digitalisierung aber nicht das erhoffte Allheilmittel sein, weshalb ich Forderungen nach einem eigenständigen Fach ‚Digitalisierung‘ skeptisch sehe. Weitsichtiger ist es, die Digitalisierung inhaltlich in allen Schulfächern aufzugreifen und Schülerinnen und Schüler ganz grundsätzlich von ihren Vorzügen profitieren zu lassen.“

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