Änderung des Landesentwicklungsplans eingebracht

Hessen will den Einzelhandel in Innenstädten und Ortskernen besser schützen. Darauf zielt eine jetzt in den Landtag eingebrachte Änderung des Landesentwicklungsplans (LEP). „Wir möchten die Vitalität von Hessens Innenstädten und Ortskernen bewahren und deshalb Ansiedlungen auf der „Grünen Wiese“ weiter beschränken“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Erweitert wird dazu die Liste von Sortimenten, die in der Regel in Innenstädten und zentralen Versorgungsbereichen – und daher nicht im großflächigen Einzelhandel am Ortsrand – angeboten werden sollen. Zu den ergänzten Artikeln zählen Zeitungen, Zeitschriften, Haus- und Heimtextilien, Stoffe, Kurzwaren, Handarbeitsartikel, Bild- und Tonträger, Kunst und Kunstgewerbe, Antiquitäten, Musikinstrumente und Parfümeriewaren. Das Land reagiert damit auf den Trend im Einzelhandel zu größeren Betriebseinheiten und einem höheren Filialisierungsgrad, auf die zunehmende Konkurrenz des Online-Handels und auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Diese Entwicklungen erschweren eine flächendeckende, wohnungsnahe Versorgung und den Erhalt attraktiver Innenstädte und Ortskerne. Der LEP ist das zentrale Instrument der Landesplanung. Er dient als Rahmen für die Regionalpläne, die beispielsweise Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete sowie Gebiete für land- und forstwirtschaftliche Nutzung festlegen und von den Regionalversammlungen beschlossen werden.

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