Wichtiges Signal im Engagement für jüdisches Leben

Das Kabinett hat die Übernahme der Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance IHRA in das Handeln der Landesregierung beschlossen. „Ich bin dem Antisemitismusbeauftragten unseres Landes Uwe Becker für seine Initiative sehr dankbar und habe diesen wichtigen Beschluss sehr gerne ins Kabinett eingebracht, um unser konsequentes Handeln gegen jegliche Form der Judenfeindlichkeit in Hessen unmissverständlich zum Ausdruck zu bringen“, erklärte Ministerpräsident Volker Bouffier. „In Hessen hat jüdisches Leben eine lange und starke Tradition und ist untrennbar mit der positiven Entwicklung unseres Landes verbunden. Umso mehr schmerzt es, wenn sich 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz der Judenhass auch in unserem Land wieder neuen Boden sucht. Umso konsequenter müssen wir gegen jegliche Form des Antisemitismus vorgehen. Die IHRA-Definition schafft ein wichtiges Fundament für das Erkennen der Judenfeindlichkeit in all ihren Schattierungen. Wir wollen diese Arbeitsgrundlage künftig landesweit nutzen, um unsere Strategien, Maßnahmen und Instrumente im Engagement gegen Antisemitismus darauf aufsetzen zu können.“ Die IHRA wurde 2000 als internationale Organisation gegründet, um die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten und Holocaust-Erziehung weltweit zu fördern. Sie besteht aus 34 Mitgliedsstaaten. Die Arbeit der IHRA wird durch ein Exekutiv-Sekretariat mit Sitz in Berlin unterstützt. Der Vorsitz der IHRA wechselt jährlich; seit März 2020 hat Deutschland den Vorsitz inne.

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